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"Der Hornbrief"

Im Dezember 2016 haben wir die Newsletterreihe "Der Hornbrief" begonnen mit der wir Ihnen in losen Zeitabständen - in der Regel monatlich - informative und unterhaltsame Informationen rund um unsere Jagdhörner bieten.

Die Themenbreite geht dabei von der Technik über Hersteller und Komponisten über Musikstücke bis zu Bezugsquellen und den bläserischen Blick über den Zaun.

Beispiel: Der Hornbrief - Beispiel

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archive pixabay cc0Hornbrief-Archiv

Hier finden Sie die bisher versandten Hornbriefe:

Der Hornbrief Juli 2021 - Parforcehorn und Orgel

Der Hornbrief Juni 2021- Alphorn: "Die aus dem Eschenbachtal", Gruppen- und CD-Vorstellung

Der Hornbrief Mai 2021 - Zur Lage der Bläsernation

(keine Hornbriefe von Dez. 2020 bis April 2021)

Der Hornbrief November 2020 - Le Rendez-Vouz De Chasse

Der Hornbrief Oktober 2020 - Komponistenportrait Die "Angerer"

Der Hornbrief September 2020 - Integration neuer Bläser in der Bläsergruppe

Der Hornbrief August 2020 - Probenarbeit mit der Jagdhornbläsergruppe

Der Hornbrief Juli 2020 - Rhythmus erlernen am Jagdhorn

Der Hornbrief Juni 2020 - Jagdmusik zwischen Tradition und Moderne

Der Hornbrief Mai 2020 - Jagdhornbläsergruppen in Österreich

Der Hornbrief April 2020 - Noten auf dem Tablet serviert!

Der Hornbrief März 2020 - La Veilée - Ein Arrangement für besondere Anlässe

Der Hornbrief Februar 2020 - Das Rolandslied

Der Hornbrief Januar 2020 - Der gebildete Kavalier und das Jagdhorn

Weiterlesen: Hornbrief-Archiv

2021 06 OrgelDer Hornbrief Juli 2021 - Parforcehorn und Orgel

Hallo, liebe Bläserfreunde,

Überblick

Unser Parforcehorn ist ein historisch eigenständiges Instrument, das im chorischen Klang mit anderen Hörnern seine Ausdruckskraft entfaltet, von zartfühlendem piano bis zum schmetterndem forte fortissimo. Auch in den Gottesdiensten – zumeist als Hubertusmesse ausgeübt – füllen die Hörner die Kirchen klanggewaltig. Die Vielzahl an Werken für Hubertusmessen lässt auch keine Langeweile zu.

Jedoch gibt es schon seit langem eine Erweiterung des Spektrums mit anderen Instrumenten, so auch mit der (Kirchen-) Orgel. Naturgemäß beschränkt sich durch die Nutzung dieses Instrumentes der Einsatz auf Kirchen.

Inzwischen gibt es eine reiche Literatur an Werken von Horn mit Orgel, verschiedenen Fantasien oder auch lustigen Stücken. Der Schwerpunkt ist aber die geistliche Musik über die komplette Liturgie - hier können wir wunderbar die Vielfalt des Klanges einer Hubertusmesse erweitern - aber auch verschiedene Kirchenlieder sind inzwischen gesetzt für den Einsatz Horn und Orgel.

An Stücken gibt es solche mit Solo-Horn mit Orgel, Duo-Horn mit Orgel, Werke die sich für Kleinbesetzung Horn mit Orgel eignen, aber auch die komplette Gruppe mit Orgel.

Aufstellung Hörner und Orgel

Die Aufstellung der Gruppe/des/der Spieler/s, sollte wenn möglich in der Nähe der Orgel sein, bei Abständen Orgel/Gruppe in großen Kirchen von mehr als 30 – 40 m dauert der Weg des Schalls von der Gruppe zum Organisten (der dann einsetzt) und zurück zur ersten Bankreihe, aber auch zur Gruppe eine viertel Sekunde. Das hört selbst der blutige Laie. Bei solchen Aufstellungen verbieten sich schnelle Stücke, die Orgel müsste sich auf langgezogen Akkorde beschränken!

Aber auch ein Sichtkontakt zum Organisten muss bestehen. Aushilfsweise für den Blickkontakt ist Videotechnik möglich – der Organist muss den Hornmeister sehen, sonst kommen sowohl Einsatz als auch Ende des Stückes nie zusammen!

Dass die Gruppe, der Spieler in der Nähe der Orgel zu leise wirkt, kann man durch vorheriges Testen vermeiden (entsprechende Registrierung der Orgel).

Welche Stücke (einer Hubertusmesse) eignen sich für das Zusammenspiel mit der Orgel?

Alle Stücke der Liturgie! So kann ein Introitus klanggewaltig mit allen Bläsern und Orgel einstimmen. Das Kyrie kann zart und solistisch anspruchsvoll mit einem oder zwei Bläsern und Orgel gestaltet werden. Der Auszug wiederum sollte groß klingen mit allen kräftigen Registern.

Welche Stücke gibt es?

Insgesamt kenne ich ca. 133 Stücke, die für Horn mit Orgel gesetzt sind. Davon stammen ca. 78 Werke aus 11 Hubertusmessen. Darüber hinaus gibt es ca. 43 Fantasien, also Stücke ohne direkten liturgischen Bezug, die sich für Konzerte eignen – und wohl eher den besseren Bläsern vorbehalten sind.

Circa 12 Weihnachts- und Kirchenlieder schließen sich an, hier gibt es die bekanntesten in verschiedenen Versionen (Ave Maria z.B.).

Ein Teil dieser Werke ist Public Domain, also frei erhältlich, darüber gibt es einige Publikationen, die sogar mehrere Messen enthalten.

Die Messen:

Titel der Komposition

Komponist

Arrangeur

Verlag

Besetzung

Anmerkung

Festliche Jägermesse in Es

Sollfelner Anton Othmar

   

4 Es + Orgel

mit Orgel

Grande Messe de Saint Hubert

Zusammenstellung verschiedener franz. Autoren

Baumann Hermann

 

4 D/Es

Orgel  von Klaesener Wolfgang

Grande Messe de Saint  Hubert - Kyrie

Cantin Jules

Viehböck Georg

 

1 Es-Solohorn

mit Orgel

Hubertus-Messe

Zilch Josef

   

4 Es

mit Orgel

Jagerische Maiandacht

Zilch Josef

   

4 Es

mit Orgel

Jubiläumsmesse

Sollfelner Anton Othmar

   

4 Es+ 4st. Männerchor+Pauke

mit Orgel

La grande Messe de St.Hubert

Cantin Jules

 

Public Domain

5 Pf.Es

mit Orgel

La grande Messe de St.Hubert

Obry

Huber Richard

 

1 Es

mit Orgel

Messe de Saint Hubert a Notre Dame de Strasbourg

Teknia Hervé

 

Eigenverlag, PD

1/3/4 Es mit Orgel

6 Einzelstücke mit Orgel

Musik zu St. Hubertus

Bartels + verschiedene Autoren

Arr.: Bartels Uwe

LJV

 Schleswig-Holstein

5 Es

mit Orgel

Waidhofener Jägermesse

Sollfelner Anton Othmar

 

Eigenverlag

4 Es mit Pauke und Orgel

mit Orgel

 

Die Fantasien

Besonders herauszustellen aufgrund der Vielzahl an Fantasien sind Hubert Heinrich (16 Arrangments, aus Trompe Enchantee mit Orgel in Es) und Teknia Hervé (14 Werke und Arrangments). Diese Werke sind länger und dem geübten Spieler vorbehalten. Die Werke von Teknia sind im Allgemeinen Public Domain und unter https://raddo-ethnodoc.com/ erhältlich. Sylvain Oudot hat leichte bis schwierige Literatur, auch viel mit Stopfen.

Titel der Sammlung

Titel der Komposition

Komponist

Arrangeur

Besetzung

Anmerkung

Konzertstücke und Suiten; Uwe Bartels Heft 2

Adiex a Saint Maurice

Rochard Gustave

Bartels Uwe

4

mit Orgel

 

AMAZING GRACE

trad.

Teknia Hervé

6

 Trompe und Orgel

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Aubade

Bourquard Marie Cecille

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Aux grandes orgues de Celles sur Belle

Archaimbault Pierre

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

 

Ave Maria

Oudot Sylvain

 

1

mit Stopfen + Orgel

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Ballade

Greisl Louise u.Annerose

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

 

Ballade en la M

Oudot Sylvain

 

1

mit Orgel

 

CE N'EST QU'UN AU REVOIR

trad.

Teknia Hervé

6

 Trompe in D und Orgel  und Vokal

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Complainte en Jura Suisse

Hafner Jean

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

 

Concerto No2 en RE H7D

 Haydn

Teknia Hervé

1

Trompe in D + Orgel

Konzertstücke und Suiten; Uwe Bartels Heft 4

Echo-Suite

Bartels Uwe

 

3

mit Orgel

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Etude

Conte Christian

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

 

GREENSLEEVES

Teknia Hervé

 

1

Trompe in D + Orgel

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Hilhot des Fichous

Chaudron Pierre

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Intermede

Conrad Gisele

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

Konzertstücke und Suiten; Uwe Bartels Heft 7

Jagdsuite

Bartels Uwe

 

4

mit Orgel

 

JE VOUS SALUE, MARIE

Marquestaut Bernard

 

2

Trompe in D + Orgel

Konzertstücke und Suiten; Uwe Bartels Heft 8

Kleine Serenade

Bartels Uwe

 

3

mit 2 stimmigem Gesang, mit Orgel

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

L`ange des Gulov

Heinrich - Gulova Raphael 

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Le Dit de Citeaux

Laporte Henri de

 

3solo + 4

Orgel: Griesser Jean- Jaques

 

Le Rendez-vous de Chasse

 Rossini Gioacchino

Teknia Hervé

4

Trompe in D + Orgel

 

L'EAU VIVE

Béart

Teknia Hervé

6

mit Orgel

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Les ailes de la liberte

Fedry Jean Francois

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Les fleurs du printemps

Gresse Suzanne

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Meditation

Wilson Elisabeth

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

 

MELANCOLIE

Teknia, Hervé

 

2

mit Orgel

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Melodie des sables

Chalmel Gaston

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Repos a Grandville

Poidevin Bernard

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

 

Requiem

 Webber Andrew Lloyd

Teknia Hervé

6

mit Orgel

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Reverie

Archaimbault Jacotte

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

Trompe Enchantee mit Orgel in Es

Romance

Dornez Brigitte

 

1

Orgel: Griesser Jean- Jaques

 

Romance concerto N 3 cor Mozart trompe et orgue

Teknia, Hervé

 

1

mit Orgel oder Klavier

 

SERENADE

Schubert, Franz

Teknia Hervé

1

mit Orgel oder Klavier

 

Sonate au clair de Lune

Beethoven

Teknia Hervé

1

mit Orgel oder Klavier

 

SONATE N°1

Cherubini

Teknia Hervé

1

mit Orgel oder Klavier

 

Sonatine Adagio

Oudot Sylvain

 

2 + Orgel

Hörner in D und Orgel

 

Sonatine Allegro

Oudot Sylvain

 

1 + Orgel

Horn in D und Orgel

 

Sonatine minuetto

Oudot Sylvain

 

2  + Orgel

Hörner in D und Orgel

 

Sonatine rondo

Oudot Sylvain

 

1+Orgel

Horn in D und Orgel

 

Sous la voûte des cieux

Pareau Yannick

Org.:Berthoumieux

1

mit Orgel

 

Souvenirs des Alpes Suisses

Teknia, Hervé

 

1

mit Orgel oder Klavier

 

Souvenirs des Alpes Suisses

 Teknia Hervé

 

1

Trompe in D + Orgel

Konzertstücke und Suiten; Uwe Bartels Heft 3

Derniers Adieux

Joliot Henri

Bartels Uwe / Herz Th.

5

Lied; mit Stopfen

Kirchen- und Weihnachtslieder

Einige wenige Stücke sind bekannt: Marche Nuptiale von Richard Wagner (Hochzeitsmarsch).  Ave Maria in verschiedenen Arrangements, aber auch „Ich lobe meinen Gott“, EGB Lied Nr. 272 und natürlich „Großer Gott, wir loben dich“ – zu diesem schafft es normalerweise jeder Organist eine Begleitung zu spielen.

Aspekte der „Zusammenarbeit“ mit der Orgel

Hubert Heinrich spricht in seinem Werk „Die Trompe echantée“ einige interessante Aspekte der „Zusammenarbeit“ an:

Aus „Die Trompe echantée“ von Hubert Heinrich, Kapitel „Trompe und Orgel“

„Die Orgel an und für sich ist schon ein ganzes Orchester. Dennoch ist ihre Dynamik sehr relativ. Es ist ein Privileg, die Orgel mit der Trompe begleiten zu dürfen. Aber es birgt auch Risiken und Schwächen in sich.

  • Die Grundstimmung des Instruments: Manche der Orgeln haben nicht mehr die Originalstimmung und sind mit der Frequenz der Trompe von 440 Hz nicht kompatibel.

[Anm. d. Autors: Dies gilt es vor der Festlegung der Kirche zu testen, nicht dass dann zum Zeitpunkt des Auftritts die böse Überraschung kommt. Es ist der mögliche Umfang in dem ALLE Hörner der Gruppe einstimmen können zu berücksichtigen. Möglichst sollte dies bei gleichen Außentemperaturen getestet werden wie zum Auftrittszeitpunkt!]

 

  • Während die Orgel ihre Grundtonalität beibehält, variiert die der Trompe. Ist sie kalt, klingt sie tiefer, wenn sie genügend lang gespielt wird, steigt die mittlere Tonhöhe unter dem Einfluss der warmen Atemluft. Das bedeutet für den Bläser, dass er ständig seine Stimmung an die der Orgel anpassen muss.

[Anm. d. Autors: Auch Kirchenorgeln variieren in der Tonhöhe über den Jahresverlauf (Außentemperatur), jedoch nicht so stark und kurzfristig, wie es bei unseren Hörnern auftritt! Insbesondere bei Pausen zwischen den Stücken und kalter Witterung kann es zu erheblichen Tonhöhendifferenzen kommen – auch wenn z.B. ein oder zwei Stimmen bei einem Stück pausieren! Nicht gewickelte Hörner erkalten schneller als nicht gewickelte!]

  • Ein Natur- Blechblasinstrument hat auf seiner Skala einige Töne, die nicht der „wohltemperierten Stimmung“ entsprechen. (siehe vorne). Der Bläser kann nun entweder die nicht temperierten Töne anpassen oder die „Naturtöne“ beibehalten. Im zweiten Falle muss er die vorangegangene Note etwas höher oder tiefer anblasen, um so die Diskrepanz der natürlicherweise ungenauen Intervalle zu begrenzen. Diese Technik erwirbt man nach langer Praxis.

[Anm. d. Autors: Es gibt Stücke, bei denen man praktischerweise eine zu hohe Grundstimmung gegenüber der Orgel wählt und alle Töne abdeckt (runterdrückt), und nur bei dem einen höheren Ton den Kessel aufmacht (so z.B für die b`s im Solo Nr. 16 von Gaston Chalmel) – wesentlich ist die Musikalität des Solisten]

 

  • Der Trompe-Bläser spielt die Noten, die er liest. Gleichzeitig hört er das gemeinsame Ergebnis. In einer Art Spiel wechselseitiger Beziehung wird er Partner des Organisten. Diese geistige Übereinstimmung überträgt sich über kurz oder lang auf das Werk.
  • Wenn das Stück für die Trompe gestopfte Töne enthält, dann ist die Verständlichkeit der Melodie gefährdet durch die Schwierigkeiten mit der Tonmodulation. Ein gestopfter Ton verliert einen großen Teil seines Klangvolumens im Vergleich zum offenen Ton. Daher empfiehlt es sich, nachdem man den vorangegangenen offenen Ton schwächer angeblasen hat, den gestopften Ton stärker anzublasen um dann den nachfolgenden offenen Ton wieder zu dämpfen. Diese Übung erfordert ziemlich viel Feingefühl, aber auf lange Sicht wird sie zum Reflex.

[Anm. d. Autors: Hilfreich ist hierbei die Aufnahme des Stückes bei den Übungen und nachheriges gründliches Analysieren]

 

  • Die mit dem Instrument Trompe aus der Familie der Naturhörner erzeugten Intervalle sind mehr oder weniger korrekt. Die Ursachen sind vielfältig:
    o Die Qualität des Natur-Instruments.
    o Die Nachlässigkeit des Bläsers und/oder dessen unzureichendes Gehör oder auch seine mangelhaften technischen Fähigkeiten.
    o Ein Zufallsprodukt des Instrumentenbauers etc....
  • Beim Zusammenspiel mit der Orgel ist es unverzichtbar, den Rhythmus genau einzuhalten, auf Reinheit und Präzision der Töne zu achten und das Volumen der Trompe der jeweiligen vom Organisten gewählten Registrierung anzupassen.
  • Die Klangprojektion der Orgel unterscheidet sich im Allgemeinen gegenüber der Trompe. Erstere verbreitet sich gleichmäßig im Raum, während die Trompe ihn sehr direkt durchdringt. Es ist wichtig, diesem Umstand Rechnung zu tragen.

[Anm. d. Autors: Hierzu sollte ein musikalisch gebildeter Begleiter beim Üben die Klangausbreitung im Raum testen und entsprechende Regieanweisungen mit einfließen lassen]

 

Bekannte Bläser und Solisten, die sich auf diese Disziplin eingelassen hatten, hören oft nicht, dass die Intonation ihrer Darbietung nicht stimmt. Die Orgel irrt sich nie. Bei konstanter Temperatur sind ihre Töne und Intervalle von zweifelsfrei richtiger Stimmung.“

Besprechung einzelner wichtiger (schöner) Werke

Gebet der Jäger – Schantl (vier Hörner), Arrangement von Uwe Bartels
Sicherlich eines der bekannteren Werke des berühmten österreichischen Komponisten. Durch Uwe Bartels mit Orgelstimme ergänzt. Gut zu blasen, nicht schwer und macht viel Eindruck mit dem Solo/Duo/Trio-Part und der Oberstimme des ersten Horns! Ein gutes Messestück mit der ganzen Gruppe.

Adieux à Saint Maurice, Gustave Rochard (zwei Hörner), Arrangement von Uwe Bartels
Ein klassisches Stück von Rochard, ergänzt mit Orgel. Sehr wirkungsvoll

(Beide Werke aus „Konzertstücke und Suiten“ von Uwe Bartels, herausgegeben vomLJV Schleswig-Holstein)

Hommage aux Picqueux von Hubert Heinrich (Solo mit Orgel)
Ein Klassiker von Hubert Heinrich, gerne als Kyrie in Messen verwendet. Hier als Stück für Solohorn mit Orgel.
(aus „Die TROMPE ENCHANTÉE MIT ORGEL in Es“ von Institut Heinrich Hubert.

Introit von Tyndare (vier Hörner tutti) (aus La grande Messe de St.Hubert - Arr.Baumann, Edition Kersken&Bruns)
Ein prachtvolles Eingangsstück mit Kraft und Tempo.

Kyrie von Jules Cantin (zwei Hörner) (aus La grande Messe de St.Hubert - Arr.Baumann)
Ein schmachtendes, zartes Stück für zwei Hörner (das Original von Cantin mit Orgel ist beigelegt)
(Aus der Hubertusmesse von Tyndare, im Satz von Hermann Baumann.)

Ave-Maria von Sylvain Oudot (Solohorn/Orgel) (Satz in Es Martin Geyer, anbei)
Ein tolles Stück für die geübte erste Stimme, mit #-Noten, gute Stopftechnik verlangt, aber sehr gefühlvoll.

 

Was auch immer man sich nun aussucht, eine schöne Ergänzung bietet die Begleitung durch die Orgel allemal. Man muss nicht alle Messestücke mit Orgelbegleitung spielen, so spielen wir bis zur Predigt mit Orgel. Danach Stücke ohne – und das Schlussstück wiederum prachtvoll und voll mit ganzem Einsatz der Orgel. Wenn dann auch ein Stück für Solohorn dabei ist, entlastet das darüber hinaus den Rest der Gruppe.

Wenn sie Fragen dazu haben oder auch der Suche nach Stücken sind – einfach mal rüberrufen, ich bin gerne behilflich (0176-99399414, Martin Geyer).

 https://www.parforcehornmusik.de/images/Hornbrief/2021-06_Gruppe_und_CD_Eschenbachtal/CDEschenbachtal.jpg

Herzlichst grüßt sie

Martin Geyer

 

Mit bläserischen Grüßen
Martin Geyer Dr. Peter Neu
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Bild:pixabay.com, frei

 

Herzlichst grüßt sie

Martin Geyer

 

Der Hornbrief Juni 2021 - Alphorn: "Die aus dem Eschenbachtal", Gruppen- und CD-Vorstellung

CDEschenbachtal

Hallo, liebe Leser,

Zur Situation
Die Situation bessert sich zunehmend, die ersten Proben finden statt mit zahlreichen Lockerungen und Auftritte sind auch wieder möglich. "Greifen Sie jetzt an" unser geliebtes Hobby wieder zu reaktivieren. Vielleicht auch mal ein paar Stücke aus dem Alphorn-Repertoire testen, dass unserem Horn doch ähnlich ist....

Eine Auswahl an Bläsern bildet seit einigen Jahren eine Formation mit Alphörnern.Ich kenne zunehmend Jagdhornbläser, die sich auch diesem Instrument verschrieben haben. So gibt es auch hier im Nürnberger Umland zwei solcher Gruppen, die folgende Gruppe kommt aus der (Weingegend) Unterfranken, aktuell hat diese Gruppe auch eine CD aufgelegt - nicht nur mit Alphornstücken! 

Alphorn-Gruppenvorstellung "Die aus dem Eschenbachtal"

Der folgende Text ist freundlicherweise der Homepage der Gruppe entnommen, vielen Dank, lieber Udo!

Die Gruppe ist eine Formation des Musikvereins Ober-/Untereschenbach e.V., den Eschenbacher Musikanten, organisiert im NBMB in Unterfranken. Der Eschenbach hat seine Quelle hinter Obereschenbach und mündet nach 3,5 km in die fränkische Saale bei Untereschenbach. Der Name hat nichts mit der gleichnamigen Stadt in der Oberpfalz oder den Dutzend anderen Orten, bzw. Ortsteilen mit dem Namen Eschenbach zu tun, sondern Obereschenbach ein Ortsteil von Hammelburg.

Vier Bläsern der Hauptkapelle trafen sich im Januar 2014 und seitdem im 14-tägigen Rhythmus, um dem Alphorn Töne zu entlocken, inzwischen sind wir zu siebt. Uns gefällt der sonore Sound, es sind die Harmonien, die in den Bauch gehen.

Nein, nicht die Schweizer haben das Alphorn erfunden, nein sie haben es nur sehr gut vermarktet. Das Alphorn kommt ursprünglich aus dem Himalaya, die Mönche dort haben auf Kuhhörnern Töne erzeugt. Im Laufe der Jahrhunderte kam es über den Kaukasus und die Karpaten durch die Hirten ins Allgäu. Es diente ihnen untereinander zur Verständigung. Je nach Länge und Klang konnten sie sich mit den unterschiedlichen Tonarten erkennen. Vom Allgäu aus kam es nach den Konfessionskriegen im 16. und 17. Jahrhundert erst in die Schweiz. Jodlerverbände haben es dann um 1780 in ihre Reihen aufgenommen. Es geriet allerdings danach mit der Zeit in Vergessenheit.

Das Alphorn wurde in seiner Urform aus einem Stück geschnitzt und ausgehöhlt, heutzutage wird es in zwei oder dreiteiliger Bauweise in der Regel aus Fichtenholz hergestellt, jedoch auch Bergahorn, Erle, Douglasie und Kiefer finden Verwendung. Die Stangen werden der Länge nach aufgesägt, konisch ausgehöhlt und wieder zusammengeleimt. Je dünner die Wandung, desto leichter die Tonerzeugung. Manche Hersteller umwickeln die Hörner dann mit Peddigrohr für eine bessere Stabilität. Die Länge des Horns bestimmt die Tonart. 3,68 m bringen die Tonart „F“. Damit kann man bis zu 16 Naturtöne über 4 Oktaven erzeugen, wir brauchen in der Regel nur etwa zehn und lassen damit schon ein paar hübsche Lieder erklingen.

Unsere Instrumente kommen aus dem Elsass, Herr Mattieu Lamey aus Colmar stellte sie von Hand her. Er benötigte dazu über 80 Stunden, nur einzelne Arbeitsgänge erlauben eine mechanische Bearbeitung. Die letzten 10 Minuten des verlinkten Filmes zeigen die Herstellung in seiner Werkstatt: http://sammle.org/fr/alphornboier-fabricant-de-cors-des-alpes) Die Kosten je Horn liegen bei ca. 2.000 Euro.

Das Instrument wird seit ca. 50 Jahren wieder vermehrt gespielt. Überwiegend in der Schweiz, im Elsass, aber auch in Südbayern und in Baden-Württemberg, doch auch um Heilbronn, im Spessart und in der Rhön, sowohl diesseits als auch jenseits der Grenze nach Thüringen sind Alphörner verstärkt zu hören. Noten gab es bis in die 1970-er Jahre selten, man blies die überlieferten Melodien. Erst ein Schweizer, Hans-Jürg Sommer, komponierte einfache mehrstimmige Lieder, inzwischen gibt es Noten zuhauf, andere Komponisten versuchen ihr Können.

Das Alphorn - obwohl aus Holz - gehört zu den Blechblasinstrumenten, weil der Ton mit einem Kesselmundstück aus Holz erzeugt wird. Die Lippen werden stärker beansprucht als wenn man mit einem Metallmundstück spielt. Solche sind im klassischen Alphornspiel eher verpönt, die Töne klingen auch nicht so weich, haben eher einen metallenen Klang. Seien Sie uns nicht gram, wenn wir unsere Open-Air-Konzerte spätestens nach einer Stunde beenden werden. Der Spieler, der die erste Stimme spielt, kommt danach nicht mehr hoch zum e3, geschweige denn höher.

Es ist ein primitives Instrument, diese Holztrompete, sie hat weder Klappen noch Ventile, vergreifen kann man sich nicht. Alle Musiker spielen Alphörner der gleichen Stimmung. Es gibt im Zusammenspiel nur eine Dur-Tonart. Es gibt inzwischen auch Komponisten, z.B. Robert Scotton aus der Schweiz oder Rainer Bartels aus der Nähe von Starnberg, die komponieren Lieder, die mit Hörnern in F und Ges-Stimmung zusammengespielt werden. Das klingt dann schön mollig.

Seit dem Herbst 2014 sind wir Mitglied im „Freundeskreis Süddeutsche Alphornbläser“, der sich mindestens zweimal im Jahr trifft und gemeinsam probt. Außerdem tritt er einige Male im Jahr als Großformation mit mindestens 35 Bläsern auf. Wir waren im letzten Jahr zum einen in Berlin und zum anderen im Ruhrgebiet, wo wir an mit Bläsern der Essener Altstadt-Alphorns mehrere Konzerte mit über 40 Alphornspielern geblasen haben.

Unsere Auftritte mit dem Alphorn treten eigentlich nicht in Konkurrenz zu denen unseres Musikvereins; denn die gehen immer vor. Allerdings haben wir inzwischen bis zu 20 Verpflichtungen im Jahr, angefangen von musikalischen Begleitungen kirchlicher Anlässe wie Maiandachten, Gottesdiensten, auch Hubertusmessen, über Geburtstage, öffentliche Auftritte am Mantelsonntag in Hammelburg, bis zur Unterhaltung des Publikums bei Jagdmessen und anderen Gelegenheiten. Da kann es schon einmal zu Prioritätsverschiebungen kommen.

Eine Anmerkung zu den Hüten: Fünf Bläser sind Jäger und da es vermessen wäre, Gamsbärte zu präsentieren, haben wir uns dazu entschlossen, Pürzel der vorkommenden Hauptwildart anzustecken, weil Saubärte den musizierenden Jägern vorbehalten bleiben sollen ...

Auf dem Bild vor dem alten Amtsgericht von Hammelburg von links: 3. Stimme: Egon und Bernd, 1. Stimme: Udo und Florian, 2. Stimme: Johannes, Erich und Hubertus

Unser Repertoire umfasst die klassischen Alphornweisen bis hin zu Walzer, Marsch, Tango, Polka und ein paar zeitgenössische modernere Weisen. Lassen Sie sich überraschen.

CD-Vorstellung

Die aus dem Eschenbachtal stellen ihre erste CD "Normal ist anders!" vor. Sie enthält Titel von den Komponisten Michel Fellmann, Walter Klaus, Erich Weber, Alexander Wörner, Steffen Burkhardt und vielen anderen. Eine bunte Mischung aus Polka, Walzer, Marsch.

https://www.youtube.com/watch?v=2qStqVJ6AUk

CDEschenbachtal

Erhältlich ist die CD über:

Udo Kiene +49 173 9956626, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



Herzlichst grüßt sie

Martin Geyer

Mit bläserischen Grüßen
Martin Geyer Dr. Peter Neu

Der Hornbrief Mai 2021 - Zur Lage der Bläsernation

Hallo, liebe Leser,

Wie ihr/sie vielleicht gemerkt haben, fielen die Hornbriefe seit Dezember aus….

Das lag nicht an (einem persönlichen Fall von) Corona. Glücklicherweise blieb auch mein Umfeld bisher weitestgehend vom Virus verschont.

Der „Bläserbetrieb“ in meinem Umfeld hatte sich im gesamten Jahr  2020 ziemlich eingeschränkt, beim ersten Lockdown hatten wir nach und nach unsere Proben reduziert und dann eingestellt, der Probenraum wurde vom Vermieter (Kirche) gesperrt. Wir hielten nur noch Außenproben ab - bis die Damen sich (wettermäßig) geweigert haben. Bei meiner zweiten Gruppe war das logischerweise nicht anders (Gasthaus). Meinen Anfängerkurs, der nahezu jedes Jahr ab Februar startet, musste ich nach wenigen Proben einstellen – und konnte ihn bisher nicht mehr anfangen. Die Bläserwettbewerbe wurden abgesagt und auf 2021 verschoben - zum jetzigen Zeitpunkt (Bayern) sind sie schon wieder auf 2022 verschoben. Es war nichts mehr mit Blasen!

So nach und nach lockerte sich über das Jahr die Situation und wir fingen mit Proben wieder an, reduziert auf zehn Teilnehmer und ausschließlich im Freien – was auch die Teilnehmerzahl etwas reduzierte. Hygienekonzept schreiben, Abstände halten, sich nur noch kontaktlos begrüßen, Masken dabei haben und Kondenswasser auffangen, das wurde so nach und nach eingeübt.

Jubiläen und Geburtstage wurden nicht mehr angefragt bläserisch begleitet zu werden. Beerdigungen durften nur noch im engen Familienkreis begangen werden.

Im August verbesserte sich die Situation so weit, dass wir sogar unser Intensiv-Probenwochenende durchführen konnten – nur mehr mit leichten Einschränkungen. Wenige kleine Auftritte, mit gemischten Gefühlen, fanden statt. Von den vereinbarten Hubertusmessen blieb letztendlich nur noch eine übrig, bei der der Pfarrer sich traute, diese durchzuführen. Witzigerweise durften wir in der letzten Woche vor der Messe sogar keine Proben dafür mehr durchführen. Die Messe selbst war dann eine neue Erfahrung – ohne Einmarschieren, nur gemeldetes, kontrolliertes und zahlenmäßíg begrenztes Publikum, kein Kontakt mit den Messebesuchen, kein Platzkonzert hinterher. Und auf den Gesellschaftsjagden – so sie überhaupt stattfanden waren Bläser eher wenig erwünscht, wenn man sich nicht eh nur zum Aufbrechen nach der Jagd getroffen hat, wer was aufzubrechen hatte!

Und seitdem ist Ruhe! Die Versuche mit Konferenzprogrammen Proben durchzuführen haben sich bei uns leider nicht bewährt. Zumindest wird mit Chatprogrammen Kontakt unter den Bläsern gehalten. So ab und zu finden nun "Online-Seminare" zu organisatorischen und theoretischen Themen statt.

Exkurs: freundlicherweise darf ich diese Einladung zu einem aktuellen Online-Seminar von Georg Spitz, Neumarkt/Oberpfalz weitergeben, sie dürfen diese auch an Interessierte gerne weiterleiten!

"Hallo liebe Jagdhornbläser und Hornmeisterkollegen,
für meine Nachwuchsbläser werde ich am Dienstag 25.05.2021 um 19.00 Uhr ein digitales Seminar mit den musiktheoretischen Grundlagen für Jagdhorn veranstalten. Gerne können aber auch andere interessierte daran teilnehmen.
Das Seminar ist kostenfrei. Wer jemanden kennt, oder selbst dabei sein möchte, kann gerne teilnehmen. E-Mail darf gerne auch weitergeleitet werden.
Einfach den Zoom Link ( https://us02web.zoom.us/j/87910143927 ) - hier oder auch in der beigefügten PDF - anklicken. Bitte technische Voraussetzungen zur Teilnahme vorher schaffen bzw. abklären.
Viele Grüße - Georg Spitz -Parfornica e.V. - Neumarkt / OPf."

Themen:

• Musikalischen Laien sollen – abgestimmt auf das Jagdhorn - die theoretischen Grundlagen des
Musizierens beigebracht werden
• Naturtonreihe und Tonumfang von Jagdhörnern (Fürst Pless, Parforce B, Parforce ES)
• Notensystem, Noten- und Tonbezeichnungen, Notenwerte, Pausenwerte
• Taktarten, Rhythmus, Wiederholungsangaben
• Ausführungsangaben zu Geschwindigkeit, Lautstärke, Artikulation
• Darstellung erfolgt am Beispiel von Vortragsstücken für B- und ES-Hörner

Es wird uns schon viel abverlangt  - wenn auch verständlich und notwendig. Mein Aktivitätenspektrum hat sich verändert. Ich fing an, mit dem Waldhorn zu üben (wenn auch mit nicht mehr Aussicht Auftritte durchführen zu können), mehr Bewegung draußen zu haben – auch nicht schlecht. Alles führte dazu, dass sich mein Fokus, der durch drei Proben wöchentlich und Anfänger, auch viel „Austausch über das Horn“ bestimmt war, verändert hat.

Die Motivation für das Horn hat gelitten, die Anreize und Anregungen sind mager geworden- dies hat sich auch auf die Hornbriefe niedergeschlagen. Ich habe die Befürchtung, dass in einigen Bereichen, in denen das Horn gut „gelitten“ war, sich Fakten bilden, dass es auch ohne geht. Mir bleibt die Hoffnung, dass mit zunehmender Verbesserung der Lage sich die Dinge wieder normalisieren um unser geliebtes Hobby ausüben zu können.

Mein nächster Anfängerkurs jedenfalls wird heuer noch stattfinden, unsere Proben werden wir bei erster Möglichkeit - geplant ist Mitte Juni - wieder als Außenproben durchführen.

Die nächsten Auftritte sind auch schon geplant und die nächsten Hubertusmessen inklusive Probenwochenende kann man jetzt auch schon vereinbaren. Wir müssen dran bleiben. Unsere Bläser freuen sich, wieder zusammenkommen zu können (wenn es soweit ist).

Ihnen wünsche ich Durchhaltevermögen und die Motivation bei der Sache zu bleiben. Motivieren sie ihre Bläser wieder mal das Horn in die Hand zu nehmen, halten sie Kontakt zu ihren Jagdvereinen und gehen sie die nächsten Auftritte an – auch wenn momentan unsicher ist, ob diese dann stattfinden können.

Herzlichst grüßt sie

Martin Geyer

Mit bläserischen Grüßen
Martin Geyer Dr. Peter Neu

Der Hornbrief November 2020 - Le Rendez-Vouz De Chasse

Hallo,

hier anbei eine schöne Interpretation des „Le rendez-Vous de chasse“ von Rossini, interpretiert von den „Trompes Royales De Dampierre“, einer Gruppierung in Paris, die sich u.A. aus Bläsern der bekannten „Le Debuche de Paris“ rekrutiert.

Le Rendez Vous De Chasse

Dazu ein Auszug aus Brass Journal plus Jg. 24/ 3. 2010:

„Seit der Urzeit wurde die Jagd eng mit Musik verbunden. Die Jagdmusik erfuhr, ähnlich wie die Musik für Naturtrompete einen Wandel, von der reinen Signalgebung hin zur Kunstmusik.
Gioacchino Rossinis schrieb Le Rendez-vous de Chasse im Jahre 1828, im Wald von Compiègne, dem Jagdgebiet der französischen Könige.
Es ist eines der schönsten Dokumente kunstvoll geadelter Jagdmusik. Rossini widmete das vorliegende Werk Baron Schickler aus Rambouillet,
der ursprünglich aus Berlin stammte und passionierter Jäger war. Diese Komposition wurde für das Jagdhorn (das weitwindigen und ventillose
französischen Parforcehorn in D) geschrieben.“

Die Komposition umrahmt musikalisch den Ablauf einer Parforcejagd. Deutlich im ersten Teil das Herannahen der Jagdgesellschaft, die beim ersten Mal noch weit weg (piano) zu hören ist, bei der Wiederholung mit Lautstärke und Kraft am Zuhörer vorbei reitet. Verschiedene Szenen der Jagd werden in den folgenden Teilen musikalisch abgebildet.

Die Interpretation ist mit Orgel und kleinen Zwischenstücken erweitert.

Schön hörbar ist das gebundene Blasen (also keine Minimalpausen zwischen den Noten) und das phrasenweise Blasen (also das „Durchhalten“ bis die Phrase beendet ist). Die Dynamik geht vom anheimelnden Piano bis zum kräftigen Tutti-Fortissimo.

Eine schöne Zusammenfassung der CD „Scene di caccia“ (auf der das Rendez-vous zu hören ist) der Trompe Royales gibt es unter https://www.youtube.com/watch?v=HjwlCYZfG7M. Hier kommt die ganze Breite der Einsatzmöglichkeiten unser Hörner zum Wirken!

Von Original gibt es zahlreiche arrangierte Sätze, so von Reinhold Stief, von Deisenroth und anderen. Die Original-Fassung des Werkes gibt es auf imslp.org oder hier.

Martin Geyer

Mit bläserischen Grüßen
Martin Geyer Dr. Peter Neu

Der Hornbrief September 2020 - Integration neuer Bläser in der Jagdhornbläsergruppe

(entnommen dem "Handbuch für Hornmeister", Martin Geyer)

Schwierig ist immer die Integration von neuen Bläsern in eine bestehende eingeschweißte Gruppe. Groß ist die Gefahr, dass (einzelne) Anfänger ein paar Mal teilnehmen und dann weg sind.

Neben den extra Anfängerproben, in denen man sich intensiv mit den Problemen jedes einzelnen Bläsers beschäftigen muss, sollte man auch während der Zeit der ersten Proben in der „großen“ Gruppe ab und zu wieder extra Anfängerproben machen. Diese können z.B. eine halbe Stunde vor der regulären Probe anfangen und sollten sich mit erkannten Problemen (z.B. beim Ansatz) oder dem Einüben der Stücke, die die „große“ Gruppe bläst, beschäftigen.

Es empfiehlt sich sehr, den einzelnen Anfängern einen Mentor, einen Ansprechpartner aus dem Bläserkreis an die Seite zu stellen. Zum einen hat man als Hornmeister genügend Aufgaben, zum anderen ist damit auch ein Anschluss direkt an die Bläser gewährleistet und nicht der Hornmeister der einzige „Verbindungsmann“.

Hilfreich ist es immer, wenn mindestens zwei Bläser neu in die Gruppe kommen. Die Anfänger kennen dann schon jemanden und bleiben mit mehr Wahrscheinlichkeit in der Gruppe. Die Jungbläser müssen vorbereitet werden wie sich die Gruppe verhält, ebenso muss vorab die "Alt-" Gruppe über die Jungbläser informiert werden und motiviert werden, diesen alle Unterstützung und Hilfe zu geben.

Auch sollte man den Jungbläsern Informationen zum Ablauf, zu den Jahresveranstaltungen, zur Auftrittskleidung geben. Wenn dies schriftlich ist, umso besser. In meiner eigenen Bläsergruppe z.B. gibt es einen „Steckbrief“ der Gruppe mit Fotos (zum Namen erlernen), eine Bläseradressliste, einen Überblick über die Auftrittskleidung, eine Geburtstagsliste der Bläser und eine Liste der Jubilaren des Vereins (alles natürlich unter Einhaltung des Datenschutzes). Noten der grup­pen­­üblichen Stücke bzw. eine Repertoireliste sind hilfreich.

Eine Aufnahme in den Bläsergruppen-Chat (WhatsApp-Gruppe) oder die Mailverteilerliste ist obligatorisch.

Gut wirkt auch ein „Initiationsritus“: So kann man die Anfänger im Rahmen eines Festes oder zumindest eines formalen Akts in die Gruppe aufnehmen, z.B. mit einem Vortrag der Anfänger vor der Alt-Gruppe. Oder mit dem Bekanntgeben der neuen Bläser und dem Vortragen eines einfachen Signals bei der nächsten Hauptversammlung durch diese. Evtl. kann auch eine Bläsernadel nach Prüfung (Vortragen von Signalen) vergeben werden. Auch die Mitnahme der Anfänger zu Bläser-Seminaren wirkt integrierend.

   Maßnahmen zur Integration von neuen Bläsern

  • Explizites Einführen und Vorstellen der Anfänger in der Gruppe, evtl. über „Aufnahmeritus“
  • Den Anfängern einen Tutor zur Seite stellen
  • Während der ersten Zeit in der Gesamtgruppe immer wieder extra mit den Anfängern beschäftigen
  • Vollständige Information der Anfänger über Ablauf, Örtlichkeiten, Repertoire, Auftrittskleidung, Termine,…
  • Offizielles Aufnehmen in die Gruppe durch „Initiationsritus“ bei Hauptversammlung, Feierlichkeit, Vorblasen eines leichten Stückes durch die Anfängergruppe, evtl. mit Überreichung einer Bläsernadel
  • Einbinden in die Kommunikation (email, WhatsApp)

  „Erstausstattung“ für Bläseranfänger 

  Schriftlich:

  •  „Bläsersteckbrief“ (Bilder aller Bläser mit Namen)
  • Adress-/Telefonliste der Bläser
  • Noten
  • Standardrepertoire
  • Kleiderordnung
  • Geburtstagsliste Bläser
  • Jubilarenliste Vereinsmitglieder (wann evtl. zu blasen ist)
  • Einblasübungen, Lernunterlagen, Übungs-CDs B/Es

  Organisatorisch:

  • Zugang zu Dateien (z.B. Dropbox)
  • Aufnahme in den Bläserchat oder die facebook-Gruppe
  • Aufnahme in den Mailverteiler
  • Zuweisung eines Tutors

Beispiele: "Steckbrief" - Kleiderordnung - Adressliste

Steckbrief  Kleiderordnung  Adressliste

 

Der Hornbrief August 2020 - Probenarbeit mit der Jagdhornbläsergruppe

Den Ablauf einer Übungsstunde hat Uli Wehner (ehem. Leiter der Musikschule Bad Königshofen und Leiter der Jagdhornbläser Bad Königshofen) in seinem Artikel „Probenarbeit“ trefflich beschrieben. . Einen herzlichen Dank, lieber Uli, für die Erlaubnis zur Verwendung.

Die Probenarbeit mit der Jagdhornbläsergruppe - Versuch einer Analyse

Die „schnellste“ Probe
Man stellt fest, es sind zu wenig Interessenten da.

Bier her – Karten raus – das wars.

Weiterlesen: Der Hornbrief August 2020 - Probenarbeit mit der Jagdhornblaesergruppe

rhythmus8Der Hornbrief Juli 2020 -Rhythmus erlernen am Jagdhorn

Wesentlich für die Qualität von Bläsern und damit unserer Musik sind Übungen, mit denen Grundsätzliches erarbeitet wird. Ein blankes „Stücke runterblasen“ macht vielleicht manches Mal mehr Spaß, dient aber keinerlei Qualitätssteigerung, sondern nur besserer Kondition (und hat damit auch teilweise seine Rechtfertigung!).

Die folgenden (Rhythmus-) Übungen sind ein Katalog an Möglichkeiten, die es dem Hornmeister erlauben die Probe kurzweilig zu halten und Fehler und Probleme bei seinen Bläsern zu lösen. Die Auswahl der Übungen muss sich natürlich am Niveau der Gruppe orientieren, aber deren Schwierigkeit kann von Mal zu Mal gesteigert werden.

Weiterlesen: Der Hornbrief Juli 2020 - Rhythmus erlernen am Jagdhorn

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Der Hornbrief Juni 2020 - Jagdmusik zwischen Tradition und Innovation

Ist Jagdhornmusik heutzutage – in Zeiten von Smartphone und Facebook – noch sinnvoll, notwendig oder eben überflüssig. Soll auf nicht-jagdlichen Veranstaltungen überhaupt geblasen werden? Wo sind die Grenzen der Jagdmusik, was schießt heutzutage übers Ziel hinaus oder ist alles Tradition?

Weiterlesen: Der Hornbrief Juni 2020 - Jagdmusik zwischen Tradition und Moderne

Jagd OesterreichHornbrief Mai  2020 - Jagdhornbläsergruppen in Österreich

Hallo und Waidmannsheil zur aufgegangenen Bockjagd (zumindest jetzt in Bayern),

Österreich ist ein „Jagdhornbläserland“! Niederösterreich kann die meisten Gruppen aufweisen – Kärnten aber hat die größte „Bläserdichte“ (je Einwohner des Bundeslandes). Wien und Vorarlberg sind die Schlusslichter in dieser Liste. Wien als Großstadt hat weniger jagdliche Verwurzelung mit seiner großstädtischen Bevölkerung. 

Wenn es mal wieder möglich, Urlaub in Österreich zu machen (oder beruflich dort zu sein) kann ich nur empfehlen das Horn mitzunehmen und den Kontakt herzustellen, so wie ich es den vergangenen Jahren immer wieder (meist in Deutschland) gemacht habe. Es gab auf diese Weise viele schöne Erlebnisse und es war eine bläserische Bereicherung.

Viele Informationen zu Orten oder sogar Übungszeiten stehen häufig auf den Homepages der Landesjagdverbände von Österreich. Im Folgenden sind viele Gruppen gelistet, oft sogar mit Ort und Telefonnummern.

Weiterlesen: Der Hornbrief Mai 2020 - Jagdhornbläsergruppen in Österreich

Der Hornbrief April 2020 - Das Elektronische Notenblatt - Noten auf iPad & Co

Die meisten Gruppen werden wohl ganz klassisch ihre Noten in einer Kladde, einem Ordner oder sogar gebunden als Repertoire vorliegen haben. Das ist ein bewährtes System.

Möchte man aber mehr Noten mitnehmen, werden die Ordner immer schwerer und dicker.

Sie fallen auch regelmäßig vom meist zu spacken Notenständer, die Halteklammern verbiegen sich und das ganze Teil ist fortan nicht mehr zu gebrauchen.

Außerdem muss man zu jeder Probe pfundschwer tragen. Daher gehen viele Musiker dazu über, die Noten auf einem Tablet zu speichern. Das ist auf den ersten Blick auch ziemlich “hip”, es gibt aber auch einiges zu bedenken und zu beachten.

Trägt man sich mit dem Gedanken “Tablet” so stellt sich die Frage nach dem Betriebssystem  Apple – Android- Windows.

 

Apple ist mit seinen Ipads natürlich das Flaggschiff, aber auch teuer. Windows mit seinem Surface steht dem in nichts nach, man kann es noch besser vernetzen wie z.b. einen Beamer anschließen.

Die Androiden stellen eine kostengünstigere und völlig ausreichende Alternative da.

Es wird in einer Gruppe immer unterschiedliche Systeme geben.

Daher speichert man die Noten am besten in einer Cloud wie Dropbox, die von einem Mitglied, dem Notenwart, gepflegt wird.

Ist im Probenraum WLAN vorhanden kann man dann jederzeit während der Probe neue Noten oder aktualisierte Noten in sein Notenprogramm downloaden.

Ansonsten kann man die Dateien auch eine Handyverbindung (sog Tethering oder Mobiler Hotspot) aufbauen.

Nach dem vorhandenen Betriebssystem richtet sich nämlich die APP die man installieren muss.

 Sheets  Piascore

 Mobile Sheets für Windows und Android 12,99€

 

https://youtu.be/KR-u6tTzkFI

Piascore Für Apple iOS

 

https://youtu.be/nGkKxOUT-dI

alle

 

Zu jedem dieser Programme gibt es hinreichend Tutorials auf YouTube. Die Handbücher und Features kann man auf den Herstellerseiten der Apps herunterladen.

Nach kurzer Zeit schon macht der Umgang mit den Programmen sehr viel Spass, besonders wenn es mehrere Nutzer in der Bläsergruppe gibt,

die sich untereinander austauschen können.

Die Programme sind nicht nur einfache Darstellungen von pdf sondern man kann Anmerkungen, Änderungen verfassen, Set(Auftritts)listen erstellen un unendlich viel mehr.

Diese Änderungen sind beim nächsten Öffnen des Notenblattes sichtbar und können mit ausgedruckt (evtl. auch wiederum als .pdf) werden.

 

Ich will nun einige Features von Mobile Sheets darstellen aber PiaScore ist sehr ähnlich und intuitiv erfassbar.

songs sammlung aenderungen

 

Man kann ein Metronom mitlaufen lassen, Midi Dateien einspielen,

und vieles mehr

 

Die einzelnen Stücke werden in einer Liste "Songs" geladen. es empfiehlt sich Artikel wie Der, Die, Das,La,Le, L´und Echo etc auszuklammern (Option in Einstellungen)

Die Songs kann man zu Sammlungen  ( Parforcehorn, Alphorn, B_Horn, Trompe) oder

Setlisten / Für die Aufführung) bündeln

Im Bearbeitungmodus kann man Ergänzungen und Hervorhebungen machen. Diese kan man auf Papier übernehmen, indem man sie einfach ausdruckt (evtl als.pdf)  

 

 

 

 

Zentrale Datei für alle Bläser ist die Dropbox s.u.

Die Programme speichen ihre individuellen Dateien auf der Festplatte des Tablets ab. Die Dateien sind im Hauptverzeichnis der Programme  oder auch in einer Cloud wie One Drive oder Google Drive zu finden und synchronisieren sich beim Programmstart. Synchronisierungseinstellungen z.B. Master-> Slave oder all sind wählbar.

 

Gemeinsames Repertoire der Gruppen und Teilen der Noten über die Dropbox:

Die Dropbox Basic ist ein kostenloses Programm in der man alle Noten des Repertoires  im Internet hinterlegen und mit den Mitgliedern der Bläsergruppe teilen kann.

Der Notenwart alleine sollte die Dropbox mit „Kann bearbeiten“ einstellen, die anderen Mitglieder nur mit „Kann betrachten“.

Der Notenwart gibt die Dateien der Dropbox an die Email Adressen der Mitglieder frei. Diese eröffnen ein Konto unter ihrer Email mund vergeben ein selbstgewähltes Passwort und schon sind sie online, ganz einfach und easy.

 

Dropbox

 

 

 

 

www.dropbox.com

 

Die Partituren aus der Dropbox könnem von jedem PC aus heruntergeladen werden. Sowohl bei Mobile Sheets wie bei Piascore können die Dateien direkt aus der Dropbox in den Arbeitsbereich hochladen, will heißen, wenn der Hornmeister bei beginn der Probe eine neues Stück oder eine aktuelle Änderung eines bekannten Stückes auflegen will, kann jeder sich das aus der Dropbox in sein Programm laden. Sollten einzelne Bläser kein Tablet haben und konventionell mit Papier arbeiten, kann man die Noten (z.B.gegen eine Unkostenbeteiligung) vor Ort auch ausdrucken. Ferner Kann amn die Noten auch über die Kamerafunktion oder Email importieren.

 

Etwa so sieht die Dropbox dann aus.

dropbox

Jeder der Gruppe kann auf die Dateien zurückgreifen

Und ist immer topaktuell. Die Dateien sind als .pdf hinterlegt, aber auch als Musikdateien im .mp3 oder .wav Format. Texte und Bilder sind auch möglich.

 

Sinnvolles Zubehör:

StylusWenn man Korrekturen an den Noten vornimmt, ist ein Touchpen oder Stylus sinnvoll, weil man mit den Fingern geschrieben, nur ein Gekritzel bekommt was man später kaum mehr entziffern kann. Dieses Modell geht für alle 3 Systeme.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das nächste Thema ist die Standfestigkeit des Tablets. Nur auf einen Notenständer aufgelegt kann es sehr schnell runterfallen und Schaden nehmen. 

Daher gibt es spezielle Tablet Halterungen die sich sehr bewährt haben. Sie werden auf einem stabilen Notenständer montiert.

 

Dieses Modell von Thomann scheint mir sehr geeignet zu sein. Der Preis ist mit 22 Euro auch moderat.14568348 800

Notenständer 

Manchmal gibt es das Problems dass der Akku des Tablets sich dem Ende neigt. In dem Fall sollte man eine PowerBank, also ein Ladegerät oder sein Netzteil dabei haben, sonst wird es mitten im Vortrag dunkel.

Umblättern kann man die Noten einfach mit einem Fingertippen an den Seitenrändern

Besser geht es mit einem Page Flip, einem Pedal welches mit den Füssen bedient wird. Es gibt sehr verschiedene Modelle alle aber nicht unbedingt günstig ca 80 Euro.

61agyTWMd4L AC UL480 QL65 ML3  

Das sind zwei Modell von Fusschaltern

zum Umblättern des Notenblattes

61WRJAbWHL AC UL480 QL65 ML3

Viele bläserische Grüße

Dr. Peter Neu

 

Der Hornbrief März 2020 - La Veillée - Ein Arrangement für ganz besondere Anlässe

Beim Stöbern im Notenheft DDP „ Le Livret du Débuché de Paris“ bin ich auf ein Stück gestossen, welches ich für sehr bemerkenswert halte.

Sous les Voutes du Cloitre - Unter den Bogengängen des Klosters

Es heisst „La Veillee- die Totenwache“. Liest man den Text dazu, wird der im Rosengarten des Klosters in Maastricht aufgebahrte St Hubert beschrieben. Die Mönche beten für ihn und die Totenglocke läutet schaurig.

Arrangement

 Im Kloster von Maastricht, in einer Frühlingsnacht im Jahre 727.....

Inmitten der Rosenstöcke des kleinen Klostergartens ist eine kleine Kapelle errichtet worden.

Innen brennen vier Kerzen und geben ein sehr spärliches Licht, noch viel dunkler als die Sterne des Firmamentes die wie Diamanten am Himmel funkeln.

Hier liegt aufgebahrt ein bescheidener Ordensmann. Hubert, durch den das Christentum im ganzen Osten Belgiens Fuss gefasst hat. Hubert, der frühere Bischof von Tongern, Maastricht und Lüttich.

Hubert ,dessen heldenhafte Lebensgeschichte überall als Vorbild verherrlicht wird.  Hubert, der sanfte Eremit ist von uns gegangen.

In frommer Andacht sind die Gläubigen mitten in der alten geheimnisumwobenen Klostergewölbe versammelt, und eine trauernde Stimme ruft jetzt zum letzten Gebet.

Und immer dann, wenn die Totenglocke wieder dumpf läutet, wie eine Huldigung an „ Au-Déla (ihn da oben im Himmel) erhebt der Chor der Mönche seine Stimme und huldigt die Taten des großen Verstorbenen.

Ganz unwiderbringlich, so verzaubert, unbeirrt. Die Erinnerung an Ihn, Hubert, bewegt die Herzen der Gläubigen.   Und dann, und dann, fordert die „Große Stille“ unausweichlich ihr Recht.

Hubert, der Heilige, ist von uns gegangen....... aber das Leben geht weiter.

 

Ganzer Text bitte unter "Attachment zum Download"  "LaVeilee Solo"  herunterladen, auch wegen der Noten 

für das Solo

Seit einem Besuch in 2018 der St Servatiuskirche in Maastricht geht mir dieses Bild nicht mehr aus dem Kopf.

 

Es war wie ein "Déja vu" Erlebnis. In den Bogengängen des Klosters habe ich Hubert förmlich liegen sehen und die Mönche mit ihrem monotonen Gesang gehört.

Es gibt zu diesem Stück eine Original Aufnahme, in der Hubertusmesse von Gaston Chalmel. Leider unterliegt sie dem Copyright, welches ich respektieren muss,  aber die CD ist bekannt.

Unbenannt

 

 

 

 

 

 

 

 

Und es gibt im Netz ein sehr schönes Arrangement von Hubert Klein mit seiner "Rallye-Trompes-Moselle-Sarre"

Dort sieht man einen Altar, der nur durch wenige Kerzen erleuchtet ist. Ansonsten ist die Kirche völlig dunkel. In Gersfeld bläst er das Solo und dann stimmen im zweiten Teil die anderen Bläser ein.

Das gibt ein sehr starkes, einfühlsames Arrangement, wie man es beispielsweise in einer Messe oder auch in der Aussegnungshalle für einen großen Jäger oder Bläser gestalten kann.

Nachahmung dringend empfohlen, das Stück im richtigen Ambiente arrangiert, wird seine herzzerreißende Wirkung nicht verfehlen.

Gänsehaut vom feinsten.

Kommentar von Hubert Klein: Extrait de cette oeuvre considérable de Gaston Chalmel retraçant la vie de St Hubert. "la Veillée" représente musicalement la scène des moines veillant la dépouille de l'évêque décédé après une mauvaise blessure à la main provenant d'un sabot de cheval. A Gersfeld en concert nous avons tenté de sonner cette fantaisie dans l'esprit de cette ambiance. Filmé par un smartphone il y a de nombreux bougés malheureusement mais l'ambiance est palpable.

Ich habe für Euch mal die Noten in zweiten Teil „Tutti“ etwas arrangiert und den Bassschlüssel umgeschrieben, so dass Ihr mit einer Kleinen Gruppe von etwa 5-6 Bläsern die Veillée zu ganz besonderen und erlesenen Anlässen auch aufführen könnt. Es beginnt mit dem letzten Takt des Solo.

Im Downloadbereich findet dich das Dokument (LaVeilee tutti)

 

Dr. Peter Neu und Martin Geyer.

Hornbrief Februar 2020 - Die Legende vom Rolandslied von Dr. Peter Neu

rolandslied

Karl der Große hat seiner Zeit schwer mit den Arabern zu kämpfen, die versuchen von Afrika und Spanien aus das Abendland  dem Willen Allahs zu unterwerfen. Nachdem wichtige Schlachten geschlagen worden sind, zieht Karl sich um 778 siegreich in seine Heimat zurück.

Roland, sein Feldherr, hält ihm den Rücken frei und will und ist bereit den Krieg bis zum Ende führen. Es kommt zu einer Belagerung Saragossas.

Marsilie, der Statthalter von Saragossa bietet zum Schein seine Konvertierung zum Christentum an, unter der Bedingung, dass Karl mit seinen Truppen abzieht und Saragossa verschont. Karl willigt dem Händel ein, weil er wichtige Staatsdinge in Franken erledigen muss.

In Wirklichkeit aber macht der Statthalter gemeinsame Sache mit Ganélon, dem verfeindeteten Oheim Rolands. Sie locken ihn  am Ibacétapass in einen verderbnisbringenden Hinterhalt. Sich der Aussichtslosigkeit  seiner Lage bewusst, bläst Roland mit seinem Olifanten um Hilfe.

Karl kann in über 30 Kilometer entfernt noch hören und wähnt Roland in höchster Not. Er will sofort die Pferde wenden um zu Hilfe zu eilen, aber Ganélon beschwichtigt ihn mit den Worten: „Um einen einzigen erlegten Hasen bläst Roland den ganzen Tag.“

Rolands Truppen und sein ganzer Tross werden von den Sarazenen bis zum letzten Mann aufgerieben

Ein Muselmann versucht, dem sterbenden Roland sein Schwert und Horn zu nehmen, worauf Roland ihm mit seinem Olifanten den Schädel zertrümmert.

Nachdem der Olifant noch ein letztes Mal, diesmal aber nur noch schwach erklingt, eilt Karl im raschen Galopp mit 60000 Mann zu Hilfe und trifft keinen einzigen Lebenden mehr an.

In dem Stück von Tyndare kann man mit etwas Fantasie diese Geschichte nachempfinden. So erzählen heute noch, 1200 Jahre später, unsere Hörner Rolands Lied „ La Mort de Roland“ – der Tod des Roland.

Übrigens eine ältere Version finden wir bei Rochard in seinem Buch "Le Folklore de la Chasse" in dem Stück Roland a Roncevaux.

In dieser Elegie wird der ganze Ablauf der Schlacht beschrieben. La Truppe en marche -Ballade- L´ennemie signalé - en mourant - La bataille- Roland blessé- Le cor de Roland en mourant- La Mort du Roland- Salut au Héros.

Peter Aumann vom „Stapelfelder Parforce Ensemble“ schreibt:

Es gibt eine neue Biographie, aus dem Jahre 2000, von Dieter Hägermann, Ullstein List Verlag, mit dem Titel „Karl der Große, Herrscher des Abendlandes“. Darin wird die Roland–Legende aufgenommen, richtig gestellt und mit zitierten Dokumenten belegt und die weitere Verbreitung der Legende und spätere Bedeutung Rolands beschrieben.
Siehe Anlage von Peter Aumann.

[Anm. Martin Geyer: aus Wikipedia: Das Rolandslied (französisch La Chanson de Roland) (zwischen 1075 und 1110 entstanden) ist ursprünglich ein altfranzösisches Versepos über das heldenhafte Ende Rolands. Es umfasst 4002 assonierende zehnsilbige Verse in 291 Strophen (sog. Laissen) und ist eines der ältesten Werke der Gattung Chansons de geste. Um 1900 wurde es in Frankreich zu einer Art frühem Nationalepos stilisiert, und zwar wegen der Liebe, mit der es von „la douce France“ (dem süßen Frankreich) spricht, und wegen der herausragenden Rolle, die es den „Français de France“ (den Franzosen aus der Île de France) in dem multi-ethnischen Heer von Kaiser Karl dem Großen zuweist.]

Dr. Peter Neu

Hornbrief Januar 2020 - Der gebildete Kavalier und das Jagdhorn

Hallo,

im folgenden ein Auszug aus dem "Musikalischen Complimentierbuch":

Der gebildete Kavalier und das Jagdhorn

„Der gebildete Kavalier mag das Jagdhorn auf grüner Flur zur Jagd und Pürsch wohl brauchen, enthält sich aber im Allgemeinen seiner Übung zum musikalischen Zwecke, sintemalen die Diffizilität jenes Instruments seinen Gebrauch in der Kammer fast zur Gänze aussetzt.

Weiterlesen: Der Hornbrief Januar 2020 - Der gebildete Kavalier und das Jagdhorn (2)

2019 12 JagdhornseminareHornbrief Dezember 2019 - Seminarmöglichkeiten für das Jagdhornblasen

Jagdhornbläser erlernen das Blasen zumeist in der heimischen Bläsergruppe. Die Ausbildung dort ist manches mal nicht erschöpfend, und so gibt es einige Möglichkeiten sein Können auf Seminaren zu verbessern. 

Im Folgenden eine Bestandsaufnahme an Seminarmöglichkeiten für das Jagdhornblasen:

Weiterlesen: Der Hornbrief Dezember 2019 - Seminarmöglichkeiten für Jagdhornbläser

Hornbrief 2019 11Hornbrief November 2019 - Weihnachtslieder auf dem Parforcehorn

Fanfaren, Jagdleitsignale, Ehrungsstücke für Wild und Jagdherren und andere Honoratioren sind Kernbereich der (funktionalen) Jagdmusik. Darüber hinaus gibt es viele Erweiterungen mit z.B. Phantasiestücken, mit Märschen, Polkas oder Walzern zur Unterhaltung eines Publikums. Häufig wurden und werden auch Anleihen aus dem Volksmusik-Bereich gemacht, so gibt es ein "Auf, auf zum fröhlichen Jagen", den "Jäger aus Kurpfalz" oder ein "Kein schöner Land" für Parforce in Es.

Weiterlesen: Der Hornbrief November 2019 - Weihnachtslieder auf dem Parforcehorn

Hornbrief Oktober 2019 - Komponistenportrait Leopold Kozeluh

Vorspann – die Begründung der Parforcemusik in Böhmen – Anton Graf Sporck

Der Begründer des berühmten St. Hubertus-Jagdordens in Böhmen war Frantikk Anton Graf Sporck (1662-1738), in der böhmischen Kulturgeschichte durch die Mannigfaltigkeit seines künstlerischen Mäzenatentums berühmt (Bildhauerei, Herausgabe von seltenen Drucken, Musik), unter seinen Zeitgenossen bekannt als leidenschaftlicher Jäger. Die aristokratische Gesellschaft der Parforcejäger gründete er auf seiner Herrschaft Lysá (Lissa) a/Elbe im Jahre 1695.

Mit dem Namen des Grafen Sporck und seinen weidmännischen Liebhabereien ist auch die Geschichte des Jagdhorns in Tschechien verknüpft. Der Graf unterhielt Beziehungen zum französischen Königshof, wo er zum erstenmal dieses Instrument spielen hörte. Nach seiner Rückkehr sandte er zwei seiner Diener nach Versailles, damit sie sich dort im Hornspielen ausbildeten; dieses Instrument wurde dann bei Jagden und — nach französischem Muster — auch in der Kunstmusik verwendet.

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2019 09 Notation00Hornbrief September 2019 -Geschichte der Notation

hier ein kleiner Exkurs für besonders Interessierte und Spezialisten….

Während die Musikgeschichte bis vor ca. 20-30 Jahren (!!!) noch davon ausging, dass die erste Notation erst mit dem Mittelalter aufkam (und manch hartnäckige Vetreter noch heute…), zeigen heutige Forschungen, dass bereits in Griechenland Musikstücke notiert wurden (und noch früher in Mesopotamien – diese wurde jedoch bis heute nicht entschlüsselt).

Die Notationsform der alten Griechen kann eingeteilt werden in

  1. die Vokalnotation und
  2. die Instrumentalnotation.

Weiterlesen: Der Hornbrief September 2019 - Geschichte der Notation

Hornbrief August 2019 - Große Männer des Horns

Mit freundlicher Erlaubnis - Gastbeitrag von Reinhard Proske

Da wo nicht ein einzelner Jäger still auf die Jagd geht, sondern wo mehrere Jäger in Gesellschaft jagen, ist die Verständigung untereinander – auch über große Strecken unumgänglich.

Seit Urzeiten wird dazu das in der Natur weitklingende Horn von den Jägern benutzt. Zunächst in der Form eines naturbelassenen Tierhorns, später als aufwendig geschmückte und mit filigranen Schnitzereien versehene Olifanten – aus dem Stoßzahn eines Elefanten geschnitzt – und in der weiteren Entwicklung durch vom Menschen hergestellte Hörner aus Metall ersetzt.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2019-08 Große Männer des Horns

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