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"Der Hornbrief"

Im Dezember 2016 haben wir die Newsletterreihe "Der Hornbrief" begonnen mit der wir Ihnen in losen Zeitabständen - in der Regel monatlich - informative und unterhaltsame Informationen rund um unsere Jagdhörner bieten.

Die Themenbreite geht dabei von der Technik über Hersteller und Komponisten über Musikstücke bis zu Bezugsquellen und den bläserischen Blick über den Zaun.

Beispiel: Der Hornbrief - Beispiel

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Hornbrief-Archiv

Hier finden Sie die bisher versandten Hornbriefe:

Der Hornbrief 2017-08 - Komponistenportrait Marquis de Dampierre

Der Hornbrief 2017-07 - Dynamikverlauf im idealtypischen Jagdhornton!

Der Hornbrief 2017-06 - Noten kopieren/Download/Urheberrecht

Der Hornbrief 2017-05 - Das andere (englische) Jagdhorn

Der Hornbrief 2017-04 - Die Herkunft unserer Jagdhornsignale

Der Hornbrief 2017-03 - Der Sauerländer Halbmond

Der Hornbrief 2017-02 - Karneval in Paris

Der Hornbrief 2017-01 - Josef Schantl und der Makart-Festzug

Der Hornbrief 2016-12 - Weihnachtsmusik auf dem Horn

 

Der Hornbrief - August 2017 - Komponistenportrait Marquis de Dampierre

Marc Antoine Hyazinth Marquis de Dampierre

(* 26. Dezember 1676 in Pisseleu bei Beauvais; † 17. Juni 1756 in Versailles) war Herr von Dampierre-Saint-Nicolas, Jagdmeister unter Ludwig XV. und ein berühmter Bläser der Trompe de Chasse, für die er zahlreiche Fanfaren schrieb. Hier abgebildet mit einem großen 1 1/2 –windigen Dampierre-Horn.

Leben und Wirken

Marc Antoine de Dampierre war verarmter Adliger aus der Picardie nordwestlich von Paris. Er wurde Page bei der Grande Mademoiselle und dann beim Herzog und der Herzogin von Maine in Sceaux und lernte dort das Jagdhornblasen und die Jagd. Er wurde Gentilhomme (Edelmann) des Herzogs, 1698 nach dem Tod seines Vaters Marquis und übernahm 1709 die Aufsicht über dessen Jagden. 1705 heiratete er in Versailles Justine Colomès.1722 wurde er Gentilhomme des „Chevalier de Chasse et de Plaisir“ (Edelmann der kleinen Freuden) beim König und für dessen Jagden zuständig. In dieser Funktion hatte er ein eigenes Zimmer in den Schlössern Fontainebleau, Rambouillet, St. Germain und Compiègne.Er erhielt 1729 das Kommando der Equipage der Hasenjagd des Königs und 1738 der Damwildjagd. Er setzte seine Beteiligung an den königlichen Jagden bis ins hohe Alter fort. Nach den Memoiren des Duc de Luynes soll er noch mit 73 Jahren gejagt haben.Damals sagte man am Hofe in Versailles: „ Wenn Dampierre bläst, dann weint der ganze Hof.“ In der Tradition von Jean Baptiste Lully hat auch Jean Philipp Rameau am Hofe Ludwig XV in seinen lyrischen und heroischen Opern und Ballettmusiken dieses Horn weiterverwendet.

Vorläufer der Trompe de Chasse-Jagdhörner, das Chretien-Jagdhorn:

Chretien Jagdhorn

Dampierre war als Jagdhornvirtuose berühmt und trat auch in Orchesteraufführungen am Hof auf, zum Beispiel in der Symphonie guerrière von André Danican Philidor. Zu seinen bekannten Fanfaren gehören La Dampière, La Royale (nur in Anwesenheit des Königs gespielt), La Prince de France (nur gespielt falls einer der Prinzen von königlichem Geblüt anwesend war) und Les Honneurs du pied. Sechsundzwanzig seiner Fanfaren wurden als Anhang zu einem Gedichtband von Jean Serré de Rieux (1668–1747) 1734 veröffentlicht, eine zweite Sammlung von 1756 enthielt 33 Fanfaren.

Er war ein guter Musiker, der auch Geige, Viola da Gamba und Querflöte spielte und mit Komponisten wie Jean-Joseph Mouret, Michel-Richard Delalande, Nicolas Bernier, André Campra und Jean-Joseph Cassanéa de Mondonville befreundet war. In Sceaux (das für seine Feste berühmt war) und Versailles nahm er auch an Theateraufführungen teil.

Die Fanfaren „La Royale“ und „La Dampière“
(geschrieben in Tonart D-Dur – Beachte: der Notenschlüssel (G-Schlüssel) liegt auf der untersten Linie!)

La RoyaleLa Dampierre

Dampière hat mit seiner Arbeit wesentlich zur musikalischen Entwicklung des Jagdhorns – jetzt in Frankreich „trompe de chasse“ genannt – wie auch zur Entwicklung der äußeren Form beigetragen.

1723 komponierte er seine erste Fanfare Royale au bois de Boulogne, nachdem er ein geeignetes Jagdhorn in Zusammenarbeit mit Kupferschmieden in Paris weiterentwickelt hatte (à la Dampierre mit anderthalbfacher Drehung), (Vorläufer war das Chretien-Jagdhorn). Da dieses Horn (siehe Bild) aber sehr ausladend und unhandlich war, entwickelte Dampierre zur Geburt des Thronfolgers (Dauphin) 1729 ein enger gewundenes Jagdhorn (à la Dauphin, mit zweieinhalbfacher Windung) (später folgte noch das 3½-windige Orléans-Jagdhorn). Die Hörner waren überwiegend im Tonregister D gestimmt. Die großen Windungen kamen durch die damaligen ausladenden Kopfbedeckungen zustande (unsere Parforcehörner sind zumeist 2 ½ windige Hörner).

Das heutige 3½-windige Trompe de Chasse-Jagdhorn (Bild Autor):

Trompe

Die Entwicklung war auch bestimmt von der Entwicklung der Kopfbedeckung der Jagdreiter, denn das Horn musste ja problemlos – auch während des scharfen Reitens während der Parforcejagd – über den Hut gehoben werden können. Die untere Abbildung zeigt verschiedene Hörner und die Entwicklung des Parforcehorndurchmessers in Abhängigkeit von der Kopfbedeckung – Dreispitz in der Mitte (mit dem 1 ½ windigen Horn), Zweispitz rechts (mit dem 2 ½ windigen Horn), (Reiter-) Kappe links (mit dem 3 ½ windigen Horn).

Jagdhoerner
(Bild aus „Die österreichische Jagdmusik“, Schantl/Zellner)

Gedichtband von Jean Serré de Rieux: http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k1510538t

24 Neue Fanfaren: http://gallica.bnf.fr/services/engine/search/sru?operation=searchRetrieve&version=1.2&startRecord=0&maximumRecords=15&page=1&query=%28gallica%20all%20%22marquis%20de%20dampierre%22%29&filter=dc.type%20all%20%22partition%22

Auszüge aus Wikipedia und mit freundlicher Genehmigung von Reinhold Proske „Große Männer des Horns“.

Gruß und © Martin

Noten kopieren2 pixabay cc pdDer Hornbrief 2017-06 Noten kopieren und Urheberrecht

die meisten Bläser sind interessiert neue Noten auszuprobieren – aber wo gibt es Noten, am besten kostenlose (siehe weiter unten)… Welche Noten kann/darf ich wie kopieren oder vervielfältigen!

Eine Thematik, die im Extremfall viel Geld kosten kann, wenn man sie nicht beherzigt (natürlich gilt: Wo kein Kläger...).

Die Thematik des Noten Kopierens ist in folgendem Beitrag von mir durchleuchtet.

https://www.parforcehornmusik.de/images/Hornbrief/2017-06_Noten_kopieren/Noten-beschaffen-und-kopieren.pdf

Weiterlesen: Der Hornbrief 2017-06_Noten_kopieren

hunting hornDer Hornbrief 2017-05  Das andere (englische) Jagdhorn

Ausgehend von Frankreich, dass im 18. Jahrhundert die Tradition mit den gewundenen Hörnern mit der Trompe de Chasse begründete, verbreiteten sich über den Lauf der Zeit im europäischen Raum die uns bekannten Jagdhörner.

Heutzutage finden wir diese Kultur in

- Frankreich, Belgien, Holland, Luxemburg – ehe mit der Trompe de Chasse in D verbunden
- Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Polen oder auch Ungarn – eher dem Horn in Es und natürlich dem Fürst-Pless-Horn (und B-Parforce) in B verbunden.

In einigen anderen Ländern gibt es auch (wenige) Gruppierungen von Jagdhornbläsern, so wie z.B. in Norditalien oder Slowenien. Andere Länder benötigen aber genauso eine Führung von Jägern und Hunden auf der Jagd.

So gibt es z.B. in England das "englische Jagdhorn", gemeinhin "hunting horn".

Weiterlesen: Der Hornbrief 2017-05_Das_andere_englische_Jagdhorn

Der Hornbrief - April 2017 - Die Herkunft unserer Jagdhornsignale

 

Hallo,

für den unbedarften Jäger und Bläser scheint es klar zu sein: der "Komponist" unserer Jagdsignale ist Reinhold Stief, wie man ja im "Handbuch der Jagdmusik", Band 1, Die deutschen Jagdsignale, lesen kann. Tatsächlich ist deren Geschichte vielfältig und wechselhaft. Im folgenden ein Beitrag über die Herkunft und Entwicklung unserer heutigen Jagdsignale.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2017-04 - Die Herkunft unserer Jagdhornsignale

halbmondDer Hornbrief - März 2017 - Der Sauerländer Halbmond

 Hallo,

Ein Exot unter den Jagdhörnern ist der Sauerländer Halbmond. Er war (und ist!) ein Vorläufer unseres Fürst-Pless-Horns und hat sich in manchen Regionen bis heute erhalten.

Aber schaut euch den folgenden Artikel an…

Weiterlesen: Der Hornbrief 2017-03 - Der Sauerländer Halbmond

Der Hornbrief - Februar 2017 - Karneval in Paris

Karneval in Paris!!?? Was hat dies nun in einem "Hornbrief" verloren?

Um die Wende ins 20. Jahrhundert war es große Mode, das Trompe de Chasse zu blasen und das nicht nur auf dem Land sondern auch und vor allem direkt in Paris. Die große Verbreitung zeigt sich auch an der Vielzahl von "Professeurs de Trompe", also wirklich Professoren, die die Trompe an den Konservatorien unterrichteten. An Namen seien z.B. genannt: Thiberge, Normand, Gustave Rochard, Alexis Sombrun u.a. Und so wie die Trompe in der Musik allgegenwärtig war, so beherrschte diese auch den Fasching. Rund 5000 ! Bläser begleiteten die Umzüge und bliesen an allen möglichen Orten in der Stadt, an Kreuzungen, an Plätzen, in Parks.

Der beiliegende Artikel erzählt augenzwinkernd von der Trompe im Karneval, aber auch von "der Zeit danach"...

Weiterlesen: Der Hornbrief 2017-02 - Karneval in Paris

Der Hornbrief - Januar 2017 - Josef Schantl und der Makart-Festzug
Montag, 2. Januar 2017

Hallo,

folgend findet ihr einen Beitrag zu Josef Schantl, einem der wichtigsten Komponisten der (österreichischen) Jagdmusik.

Schantl war österreichischer Hornist und gilt als Wiedererwecker der österreichischen Jagdmusik (auf dem Es-Parforcehorn). Im Rahmen des Makart-Festzuges wurde Schantl mit der musikalischen Ausführung der Jägergruppe auf dem Jagdwagen beauftragt. Kostüme und Gestaltung stammen vom Künstler Makart.

Bekannte Stücke von Schantl sind z.B.:
- Bärenjägermarsch
- Jagd anblasen
- Gebet der Jäger

Weiterlesen: Der Hornbrief 2017-01 - Josef Schantl und der Makart-Festzug

Der Hornbrief - Dezember 2016 - Weihachtsmusik auf dem Horn

Donnerstag, 01. Dezember 2016
 

Hallo,

Es naht wieder die Weihnachtszeit und gerne möchten wir ein paar Weihnachtslieder für uns oder unsere Lieben auf dem Horn präsentieren. Daher möchten wir Euch ein paar Noten sowie Tipps und Tricks vorstellen.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2016-12 - Weihnachtsmusik auf dem Horn

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