Newsletter-Anmeldung zum "Hornbrief"


monatlicher Newsletter zu Informationen rund um das Thema Jagdhorn/-musik



Ja, ich will den monatlichen Newsletter abonnieren! Informationen zu ihrer Einwillgung und ihren Widerrufsrechten unter "Terms and Conditions"
Joomla Extensions powered by Joobi

"Der Hornbrief"

Im Dezember 2016 haben wir die Newsletterreihe "Der Hornbrief" begonnen mit der wir Ihnen in losen Zeitabständen - in der Regel monatlich - informative und unterhaltsame Informationen rund um unsere Jagdhörner bieten.

Die Themenbreite geht dabei von der Technik über Hersteller und Komponisten über Musikstücke bis zu Bezugsquellen und den bläserischen Blick über den Zaun.

Beispiel: Der Hornbrief - Beispiel

Sie können sich gerne zum Newsletter anmelden - oder bei Nichtgefallen natürlich auch abmelden (zur Vermeidung von Fake-Anmeldungen erhalten sie nach Anmeldung auf der Website eine "Bestätigungsmail" an die angegebene Adresse, auf der sie bitte den "Aktivierungslink" anklicken!).

  • Probleme beim Erhalt des Newsletters
  • Datenschutz-Information: Newsletter - Abbestellung
    Informationen erhalten sie unter '"weiterlesen"

Weiterlesen: Intro "Der Hornbrief"

archive pixabay cc0Hornbrief-Archiv

Hier finden Sie die bisher versandten Hornbriefe:

Hornbrief August 2019 - Große Männer des Horns (ab 1.8.19)

Hornbrief Juli 2019 - Das Musikinstrumentenmuseum in Kremsegg (Österreich)

Hornbrief Juni 2019 - Ansatztypen

Hornbrief Mai 2019 - Neue Noten

Der Hornbrief 2019-04, Warm-Ups, Einblasübungen und Funktionsübungen - Der "Noble Ton" - Teil 1Warm-Ups, Einblasübungen und Funktionsübungen - Der "Noble Ton"  - Teil 1

Der Hornbrief 2019-03 Gedanken zur Klangkultur

Der Hornbrief 2019-02 Lippen-, Kiefer- und Zungenbewegungen beim Blasen

Der Hornbrief 2019-01 Hubertusmessen für Es-Hörner

Der Hornbrief 2019-01 Hubertusmessen für Es-Hörner #2

Weiterlesen: Hornbrief-Archiv

Hornbrief August 2019 - Große Männer des Horns

Mit freundlicher Erlaubnis - Gastbeitrag von Reinhard Proske

Da wo nicht ein einzelner Jäger still auf die Jagd geht, sondern wo mehrere Jäger in Gesellschaft jagen, ist die Verständigung untereinander – auch über große Strecken unumgänglich.

Seit Urzeiten wird dazu das in der Natur weitklingende Horn von den Jägern benutzt. Zunächst in der Form eines naturbelassenen Tierhorns, später als aufwendig geschmückte und mit filigranen Schnitzereien versehene Olifanten – aus dem Stoßzahn eines Elefanten geschnitzt – und in der weiteren Entwicklung durch vom Menschen hergestellte Hörner aus Metall ersetzt.

Diese boten dem Menschen einen weiten Gestaltungsspielraum insbesondere was die Länge und Form betrifft und so entwickelte sich aus dem eintönigen Naturhorn das vom Menschen geschaffene Metallhorn mit seinen – je nach Länge – verschiedenen Stimmungen und Naturtönen.

Das Zeitalter der Jagdmusik hatte begonnen.

Viele Männer  - Jäger und Nichtjäger – haben dazu beigetragen. (Jagd war bis vor kurzem eine Domäne der Männer, auch wenn  die antike Jagdgöttin Artemis/Diana eine Frau war).
Einige dieser Männer sollen im Folgenden in ihrer Beziehung zum Jagdhorn in chronologischer Reihenfolge vorgestellt werden.
Die Auswahl dieser Personen ist rein willkürlich. Sicher gibt es noch viel mehr Personen – auch über das 19. Jahrhundert hinaus, mit dem meine Reihe endet – aber das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

 

Gaston III Phoebus
Comte de Foix, Vicomte de Bearn
1331 – 1391

Gaston III, genannt „Phoebus“ nach seinen blonden Haaren, war Graf von Foix. Seine Herrschaft lag im Südwesten Frankreichs, in der Gascogne.
Er war ein großer Jäger und ein sehr streitbarer Herr. Jagd war für ihn die körperliche Ertüchtigung und Vorbereitung auf den Kriegsdienst. Viele Händel mit den benachbarten Herren waren für ihn alltäglich.

Als es in seiner Region einmal ruhig wurde und keine feudalen Fehden anstanden, zog er mit seiner Truppe sogar in den hohen Norden, um dem Deutschen Orden bei der Bekehrung der Pruzzen beizustehen. Seine Abenteuerlust trieb ihn noch weiter bis nach Skandinavien, wo er – sicherlich als erster Südfranzose – das Ren kennenlernte, das er später in seinem Buch ausführlich beschrieb.
Dieses Buch,  -  Le Livre de la Chasse   -  welches Gaston Phoebus in der Zeit zwischen 1387 und 1389 schrieb, ist das Jagdbuch des Mittelalters schlechthin, ausgestattet mit wunderbaren Malereien der besten damals verfügbaren Buchmaler.
Neben der Beschreibung der Tierarten und ihrer Lebensumstände, der Hunde  und ihrer  Haltung und der verschiedenen Jagdarten – wobei die Parforcejagd den weitesten Raum einnimmt – widmet er sich in diesem Zusammenhang auch dem Horn und seinen Signalen.
Eines der schönsten Bilder in seinem Buch  zeigt ihn – erhöht sitzend – wie er Jagdknechten das Signalblasen und –rufen lehrt und es ihnen anhand der Jagdsituationen erläutert.

2019 08 grosse maenner1

Für viele dieser bei der Jagd auftretenden Umstände – das Rufen der Hunde, die Aufnahme der Fährte, das Wild kommt in Sicht, das Halali – gibt er eine spezifische Tonfolge, ein Jagdsignal an, das die Jagdknechte und die Jäger selbst beherrschen müssen.

Ein Beispiel sei hier zitiert:

„Wenn Du Jagd vorbei blasen willst, das ist, wenn die
Jagd beendet ist  und die Hunde, die mitten im Wald
sind, wo sie einer nach dem anderen bellend nicht
mehr jagen, dann blase in dieser Weise, um sie zu Dir
zu holen: ein langes Signal, dann vier sehr kurze Signale
und dann ein langes Signal und vier sehr kurze.“

Damit liegt zum ersten mal in der Jagdgeschichte eine den Jagdumständen (circonstances)  zugeordnete Sammlung von Naturhorn-Jagdsignalen vor, wie sie im Mittelalter in Frankreich und ähnlich sicherlich auch darüber hinaus geblasen wurden.

 

Reichsgraf Franz Anton von Sporck
1662 – 1738

2019 08 grosse maenner2

Ein großer Zeit- und Raumsprung führt uns in das 17./18. Jahrhundert nach Böhmen.
Der Vater von Reichsgraf Franz Anton von Sporck war noch als Bauernsohn in Niedersachsen geboren, hatte im 30-jährigen Krieg als General des Kaisers Karriere gemacht, war zum Reichsgrafen erhoben und mit  Latifundien in Böhmen belohnt worden.
Sein Sohn Franz Anton, mit dem wir uns hier beschäftigen wollen, zeigte aber schon das typische Verhalten reicher  junger Adliger. So ging er zweimal in den  Jahren 1680 -1683 auf die Kavalierstour durch Europa, um die verschiedenen Königs- und Fürstenhöfe zu besuchen. Bei seinem Aufenthalt am französischen Hof in Versailles – es herrschte Ludwig XIV, der „roi soleil“ - lernte er die höfische Jagdmusik auf großwindigen, aus Metall gefertigten Hörnern kennen, wie sie bei der Parforcejagd dort im Gebrauch waren.

Von dem Klang und der Musik dieser Hörner, die nicht nur bei der Jagd, sondern auch bereits in Opern von Jean Baptist Lully erklangen, begeistert, sandte er nach seiner Rückkehr nach Böhmen gleich zwei Musiker seiner Hofkapelle, die Jägerburschen Peter Röllig und Wenzel Svejda, nach Frankreich, um das Blasen dieser Hörner zu erlernen. Zurückgekehrt führten sie die Hörner in die Hofmusik und in das Heilige Römische Reich Deutscher Nation ein. Diese Hörner waren jedoch für die Jagd bestimmt,  sie sollten einen hellen,  aggressiven und  weittragenden Ton für die Verständigung bei der Jagd über große Strecken geben. Dazu waren sie in „D“ gestimmt und relativ eng mensuriert. In der barocken Orchestermusik liebte man aber eher weichere Töne und so änderten Instrumentenbauer in Wien (die Gebrüder Leichamschneider) und Nürnberg (Ehe) die Stimmung einen halben Ton tiefer auf „ES“ und erweiterten die Mensurierung. Franz Anton von Sporck war ein reger, freier Geist und so blieb es nicht aus, daß er in Böhmen in der damaligen Zeit Schwierigkeiten mit den Jesuiten bekam, die sogar seine Bibliothek beschlagnahmten und verbrannten. Er wich dieser Gewalt aus und ging in das liberale Leipzig, wo er Johann Sebastian Bach traf und diesen mit dem von ihm aus Frankreich mitgebrachten Horn bekanntmachte. Und wenn in der Bach´schen Jagdkantate „Was mir behagt ist nur die muntre Jagd“ und im 1. Satz des Brandenburgischen Konzerts No. 1 das Horn erklingt, dann ist das auch das Werk von Franz Anton von Sporck.

 

2019 08 grosse maenner3Marc Antoine Hyazinth Marquis de Dampierre
1676 – 1756

Marc Antoine de Dampierre war ein verarmter Adliger aus der Picardie nordwestlich von Paris, der zunächst bei verschiedenen  Fürsten in Frankreich als „Gentilhomme de Chasse“ in Dienst war. Später wurde Ludwig XV auf ihn aufmerksam und nahm ihn als „Chevalier de Chasse et de Plaisir“ in seinen Dienst und an seinen Hof in Versailles. Hier begann die große Zeit des Marquis de Dampierre als Jäger und Jagdhornbläser. Er wurde ein Meister dieses Instrumentes und komponierte selbst viele Fanfaren und Fantasien, von denen 16 bis heute überliefert sind und noch immer geblasen werden.

Damals sagte man am Hofe in Versailles:
„ Wenn Dampierre  bläst, dann weint der ganze Hof“

In der Tradition von Jean Baptiste Lully hat auch Jean Philipp Rameau am Hofe Ludwig XV in seinen lyrischen und heroischen Opern und Ballettmusiken dieses Horn weiterverwendet.
Dampierre hat mit seiner Arbeit wesentlich zur musikalischen Entwicklung des Jagdhorns – jetzt in Frankreich „trompe de chasse“ genannt – wie auch zur Entwicklung der äußeren Form beigetragen.
War die „trompe de chasse“ in Stimmung „D“ mit einer Länge von 4,545 m zu Beginn seiner Zeit noch einwindig mit einem Durchmesser von 73 cm  – genannt „La Dampierre“ -, so wurde es im Jahre 1729 zweiwindig mit einem Durchmesser von 55 cm und „La Dauphine“ genannt, weil in diesem Jahr der Dauphin geboren wurde. Später, etwa Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die dreiwindige Version entwickelt, genannt  „La Orleans“ mit einem Durchmesser von 45 cm. Diese Entwicklung war auch bestimmt von der Entwicklung der Kopfbedeckung der Jagdreiter, denn das Horn musste ja problemlos – auch während des scharfen Reitens während der Parforcejagd – über den Hut gehoben werden können.

Die folgende Abbildung zeigt  verschiedene Hörner und die Entwicklung des Parforcehorndurchmessers in Abhängigkeit von der Kopfbedeckung – Dreispitz in der Mitte, Zweispitz rechts, Kappe links.

2019 08 grosse maenner4

Joseph Haydn
1732 – 1809

2019 08 grosse maenner5

Joseph Haydn als Kapellmeister der Fürsten Esterhazy

Joseph Haydn war die meiste Zeit seines Lebens Kapellmeister bei den Fürsten Esterhazy. Mit ihnen lebte er auf den esterhazischen Schlössern in Eisenberg/Österreich und Esterhaza/Ungarn. Er selbst hatte neben seiner Profession und Begeisterung für die Musik noch eine weitere Passion: das Jagen und das Fischen. Der kursächsische Gesandte im Wien der damaligen Zeit, G. A. Griesinger berichtet:

„ Die Jagd und der Fischfang waren Haydns Lieblingserholungen
während seines Aufenthaltes in Ungarn, und er konnte es nicht
vergessen, daß er einst mit einem Schuß drei Haselhühner erlegt hatte.“

2019 08 grosse maenner6

Horn der Esterhazischen Hofkapelle mit Aufsetzbogen;

 2019 08 grosse maenner7
Rendezvous zur Esterhazischen Jagd mit den Bläsern der Hofkapelle im Hintergrund

Nun war es die Aufgabe aller Komponisten höfischer Musik, das Leben und die Welt ihrer adligen Auftraggeber in ihrer Musik einzufangen. Zu diesem Leben gehörte an prominenter Stelle die Jagd. Und so hat auch Haydn die höfische Jagd in seiner Musik dargestellt und zum Klingen gebracht. Es sei hier nur an seine 31. Symphonie „mit dem Hornsignal“ oder an die 71. Symphonie „La Chasse“ erinnert. Besonders in seinem Oratorium  „Die Jahreszeiten“ hat Haydn unter dem Herbst die Stimmung einer solchen Jagd – neben dem frohen Gesang der Bauern bei der Ernte und der Freude der Winzer bei der Weinlese – eingefangen indem er den Ablauf  der Parforcejagd musikalisch mit den von den Hörnern vorgetragenen Jagdsignalen detailliert beschreibt.

Sein Librettist, Gottfried van Swieten dichtet dazu:

„Hört, hört das laute Getön,
das dort im Wald erklinget:
es ist der gellenden Hörner Schall,
der gierigen Hunde Gebell“

 

Hans Heinrich XI, Fürst Pless
1833 – 1907

Hans Heinrich XI, Graf von Hochberg, Fürst von Pless, Freiherr von Fürstenstein war preußischer General und schlesischer Montanindustrieller. Lange Zeit war er Mitglied zunächst des Preußischen Herrenhauses, später des Reichstags und des Preußischen Staatsrates. Prägend für die deutsche  Jagd seiner Zeit war er in seinem Amt als Oberstjägermeister der deutschen Kaiser.

2019 08 grosse maenner8

Fürst Hans Heinrich von Pless auf der Jagd mit umgehängtem
Pless Horn

 2019 08 grosse maenner9

Das nach ihm benannte Fürst Pless-Horn)

In diese Zeit fiel auch die Entwicklung des nach ihm benannten Fürst Pless Horns in der Stimmung „B“. Dieses Horn war zunächst ein militärisches Signalhorn. Nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 nahmen viele im preußischen Heer dienende  Förster und Jäger dieses Horn mit in ihr ziviles Berufsleben ebenso wie die vielen militärischen Signale, aus denen mit der Zeit Jagdsignale, die sogenannten „Leitsignale“ wurden. Fürst Pless hat diese Entwicklung wesentlich beeinflusst. So wurde dieses Horn seit etwa 1870 bei Franz Hirschberg in Breslau unter der Schutzmarke des Fürsten gebaut und bekam von daher seinen Namen. Schon 1878 hatte der Plesser Buchhändler J. Rosner ein kleines Büchlein mit Jagdsignalen herausgegeben, das auf dem maßgeblichen Einfluss von Fürst Pless zurückgeht. Noch heute blasen die jagdlichen Bläser in den deutschsprachigen Ländern diese Signale auf dem Fürst Pless Horn.

kremsegg2

Hornbrief Juli 2019 - Das Musikinstrumentenmuseum in Kremsegg (Österreich)

besuchenswert ist das Musikinstrumentenmuseum Schloss Kremsegg in Oberösterreich (www.schloss-kremsegg.at).

Am 22. Oktober 1996 wurde das Musikinstrumenten-Museum mit seiner ersten Ausstellung „Raritäten der Bläsermusik – Die Blasinstrumente im Wandel der Zeit“ eröffnet. Heute sind auf Schloss Kremsegg fünf Dauerausstellungen zu Musikinstrumenten und Komponisten zu sehen. Wechsel- und Sonderausstellungen laden zu einem wiederholten Besuch des Museums ein.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2019-07 Musikinstrumentenmuseum in Kremsegg

Hornbrief Juni 2019 - Gastbeitrag von TrumpetScout: "Ansatztypen: über Upstreamer, Downstreamer und die richtige Mundstückposition"

es gibt so viele Meinungen über die richtige Mundstückposition wie es Bläser gibt. Aber immer muss der eigene Ansatz selbst gefunden werden - zumindest mit Unterstützung eines Lehrers. Trumpetscout - Trompeter - schrieb in seinem Blog im März 2017 einen interessanten Artikel über die unterschiedlichen Typen - und dass es nicht die eine Wahrheit gibt! Herzlichen Dank für die Zusage zur Verwendung! (http://trumpetscout.de/)

(diese Aussagen gelten bei uns vorwiegend für das Fürst-Pless-Horn - bei den Parforcehörnern gehen wir meistens davon aus, dass wir die Töne mit der (schwingenden) Oberlippe erzeugen)

Martin Geyer

Weiterlesen: Der Hornbrief 2019-06 Ansatztypen

Hornbrief Mai 2019 - Neue Noten

in einem der letzten Hornbriefe wurde das Kulturgutarchiv von Oralité besprochen. Dieses Archiv listet einen großen Fundus an Noten für Trompe, bzw. Parforcehörner. Das Archiv ist frei zugänglich. Ich erlaube mir Ihnen hiermit eine Auswahl der Noten zur Bereicherung ihres Repertoires zur Verfügung zu stellen:

Weiterlesen: Der Hornbrief 2019-05 Neue Noten

zum Download
Download this file (WarmupFunktion.pdf)WarmupFunktion.pdf[ ]141 kB

Der Hornbrief April 2019
Warm-Ups, Einblasübungen und Funktionsübungen

Der "Noble Ton"  - Teil 1

Hallo allerseits. Heute möchte ich mich mit dem Thema: Einblasübungen, Warm-Ups und Funktionsübungen beschäftigen.

In meinem Hornbrief möchte ich hier ein paar eigene Gedanken aufzeigen, die sich aus der

Sichtweise Jagdhorn versus Waldhorn

ergeben. Diese Übungen kann man für sich allein oder auch in der Gruppe studieren.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2019-04 - Warm-Ups, Einblasübungen ,der "noble Ton"

2019 03 KlangkulturHornbrief März 2019 - Gedanken zur Klangkultur

Klangkultur - ein heiß diskutiertes Thema unter Musikern! So auch in der Jagdhornmusikszene durch die Einführung des Bewertungskriteriums „Klangkultur“ bei Wettbewerben durch den Deutschen Jagdverband. So wichtig diese Einführung ist, so schwammig ist der Begriff als solcher geblieben und jeder versteht etwas anderes darunter.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2019-03 Gedanken zur Klangkultur

2019 02 X rayHornbrief Februar 2019 -Lippen-, Kiefer- und Zungenbewegungen beim Blasen

Lippen, Kiefer und Zunge (und Kehlkopf) bewegen sich beim Blasen, natürlich! Was soll das?

Aber wie bewegen sie sich, welche Form hat die Zunge, wo ist der Zungenrücken? Schließen sich die Zähne, verändern sich die Lippen, wie ist der Mundraum bei hohen oder tiefen Tönen.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2019-02 Lippen-, Zungen- und Kieferbewegungen beim Blasen

Hornbrief 2019-01 Hubertusmessen für Jagdhörner in Es #2

2019 01 Hornbrief01

Vorwort

Die Resonanz war groß bei diesem Thema – ich bedanke mich für ihr Interesse, auch für die Ergänzungen und Anfragen.

Und so komme ich diesmal bei den Hornbriefen nicht umhin – außerperiodisch – eine Ergänzung zu schreiben.

So hat mein Freund Dr. Peter Neu zu Recht gefragt, warum die Messe von Gaston Chalmel nicht dabei sei (war nur als Arrangement von Prof. Bartels in Teilen dabei) – Herr Lorenz P. hat erwähnt, dass es auch noch die „Segeberger Hubertusmesse“ von Oliver Kersken gibt. Und in meinem zweiten Archiv fanden sich auch noch Hubertusmessen, die noch nicht ins „große Archiv“ aufgenommen waren. Diese will ich mit dieser Ergänzung zum Hornbrief Januar 2019 nachliefern.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2019-01_Hubertusmessen für Jagdhörner in Es #2

Hornbrief 2019-01 Hubertusmessen für Jagdhörner in Es

2019 01 Hornbrief01

Vorwort

Nach dem Bericht über die Vorstellung von Hubertusmessen in B war es zu erwarten, dass Anfragen kommen, wie es denn mit den Es-Horn-Hubertusmessen ausschaut.

Und so gibt es natürlich dito eine Vielzahl von Hubertusmessen für Es-Hörner (bzw. D- = Trompe-Hörner).

Den Standard für uns deutschsprachige Gruppen setzte unser allseits bekannter Reinhold Stief mit „seiner“ Hubertusmesse. Stief bezeichnet seine Version im Vorwort als „entzickte“ Ausgabe der Stücke der französischen Hubertusmesse.

(siehe „Der Hornbrief - September 2017 - Die Hubertusmesse "von" Reinhold Stief, https://parforcehornmusik.de/index.php/hornbrief/134-der-hornbrief-2017-09-die-hubertusmesse-von-reinhold-stief).

Tatsächlich sind die Themen und Elemente – wie Stief in seiner Einführung zur Hubertusmesse einräumt – alle abgeleitet und übernommen aus den diversen Hubertusmessen von klassischen französischen Komponisten, wie Tellier, Normand, Thiberge, Cantin, Sombrun u.a.

Welche Möglichkeiten bieten sich nun für heutige Bläsergruppen – muss es die Stief-Messe sein? Oder gibt es anspruchsvollere aber auch leichtere Alternativen dazu!

Weiterlesen: Der Hornbrief 2019-01_Hubertusmessen für Jagdhörner in Es

zum Download
Download this file (An der Loire.jpg)An der Loire.jpg[ ]1068 kB
Download this file (Echo_der_Vogesen.pdf)Echo_der_Vogesen.pdf[ ]115 kB
Download this file (EDV_ Stilelemente.jpg)EDV_ Stilelemente.jpg[ ]471 kB
Download this file (Höltzel.pdf)Höltzel.pdf[ ]81 kB

….Der Teufel hat den 6/8 Takt in seinem Zorn erfunden……

th

 

 war das Thema einer Fortbildung im Rahmen des Bläserseminars des BayerischenJagdVerbandes in Beilngries.

Gastredner war damals Professor Peter Damm (links im Bild)  und er wusste nur zu gut, wovon er sprach:"Den 6/8-Takt hat der Teufel im Zorn erfunden, ist eine mir im Vorgespräch entschlüpfte Bemerkung im Orchesterjargon, so Damm..."weiß ich doch aus meiner über 45jährigen Orchesterpraxis, daß der 6/8- Takt eine Taktart mit vielen Fallen ist".

Er gab uns damals den Rat und auch den Anspruch: „Als Jagdhornisten solltet ihr Meister des 6/8-Taktes sein“, ich würde es so sagen: "Als Jagdhornisten müßt ihr den 6/8-Takt meisterhaft beherrschen".

und genau darum dreht es sich in meinem heutigen Hornbrief.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2018-12 Der Teufel hat den 6/8 Takt in seinem Zorn erfunden

Helferlein und Zubehör für das Jagdhornblasen

2018 11 Zubehoer05

An sich genügt uns für das Jagdhornblasen das Horn alleine. Aber für viele Fälle machen uns Helferlein das Leben leichter oder ermöglichen es uns Fehler auszumerzen, zu üben – oder unser Horn sauber zu halten!

Diese Hilfsmittel lassen sich einteilen in verschiedene Kategorien, vor allem „Üben“ und „Reinigen“.

Ich möchte einige dieser Helferlein und ihren Einsatzzweck vorstellen.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2018-11 Zubehoer für das Jagdhornblasen

archivDer Hornbrief - Oktober 2018 - Raddo-ethnodoc.com, das dokumentarische Archiv von Oralité

Noten gibt es weit verstreut übers Internet, auf Seiten von Jagdhorngruppen (z.B. http://www.corni-di-egra.eu/) auf Seiten von Musikportalen, allen voran https://imslp.org/ (z.B. https://imslp.org/wiki/Category:Schantl,_Josef), in Nationalarchiven wie https://gallica.bnf.fr; https://www.digitale-sammlungen.de/ (Münchener Digitalisierungszentrum) oder beim Bayerischen Jagdverband (https://www.ktbw-bjv.de/).

Ein weiteres Archiv im französischen Raum ist hierbei https://raddo-ethnodoc.com/

Die Website sammelt Datenbanken mit immateriellen Kulturerbe, die in ganz Frankreich von Vereinen, territorialen Gemeinschaften und Forschern aufgebaut wurden. Es bietet verschiedene thematische Portale an, von denen aus man seine Suche mit Schlüsselwörtern beginnen kann.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2018-10 Das Kulturgutarchiv von Oralité

2018 09 YoutubeDer Hornbrief - September 2018 - Videos zum Fürst-Pless-Horn lernen (Ansatz, Atmung, Mundstück und hohe Töne)

Unser Fürst-Pless-Horn hat, auch wenn es sich „Horn“ nennt, eine starke Verwandtschaft mit der Trompete. Wenn es um Ansatz und Atmung geht kann man deshalb gut auf vorhandenes Lehrmaterial für Trompete zurückgreifen, das zahlreich vorhanden ist – nicht zuletzt im Internet!

Wenn auch der gute Trompetenlehrer natürlich direkt steuern und bei Fehlern korrigierend eingreifen kann, so sind doch die Anleitungen auf Youtube ein gutes Mittel, um selbst „dahinter zu kommen“, worauf es eigentlich ankommt.

Im Folgenden deshalb eine (kleine) Sammlung von Video-Links für Anfänger, aber auch geübtere Bläser, die man durchgehen sollte – und sei es um festzustellen, dass man alles richtiggemacht hat. Bitte mit anderen Interessierten teilen!
Viel Spaß!

Weiterlesen: Der Hornbrief 2018-09_Videos zum Fuerst-Pless lernen

2018 01 ChalmelDer Hornbrief - August 2018 - Gaston Chalmel, Jagdhornkomponist und Künstler

Einer unserer großen zeitgenössischen Komponisten der Jagdmusik ist sicherlich Gaston Chalmel. Dieser herausragende Komponist führte über viele Jahrzehnte die beste Trompe-Gruppe Frankreichs, die "Debuché des Paris" und setzte sein Leben für die Jagdmusik ein.

Er war ein schaffensreicher Komponist, der die Jagdmusik um viele chromatische Stücke erweiterte (Stopfen!). Eines seiner beeindruckendsten Stücke - die "Download this file (Les chasses éternelles.pdf)Les chasses éternelles" wurde im Hornbrief 2018-03 vorgestellt (https://parforcehornmusik.de/index.php/jagdmusik/trompe-de-chasse-in-d/les-chasses-eternelles-interpretationshilfe). Seine Stücke waren fortschrittlich, wenn er damit auch seiner Zeit voraus war - viele Gruppen und konservative Bläser nahmen die neuen Stücke nicht an, oder waren davon überfordert.
Die Umsetzung seiner Stücke erfordert neben ausgefeilter Interpretation und Phrasierung eine sehr gute Intonation! Dann ist die Wirkung jedoch gewaltig.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2018-08_Vita Gaston Chalmel

Der Hornbrief - Juli 2018 - Die Fanfaren der Reit- und Schleppjagd

Joachim Kolberg, ein Jagdhornist und Komponist für Jagdmusikstücke, erläutert in seinem Vorwort zu seinem aktualisierten Notenband „Jagdsignale und Fanfaren auf Reit- und Schleppjagden mit Fürst-Pless und B-Parforcehörnern die Entwicklung dieser Jagdhornrichtung.

Nachfolgend sein Beitrag „Zur Entwicklung der Signale und Fanfaren der Reit- und Schleppjagden“. Vielen Dank, lieber Jochen, für die Erlaubnis zur Verwendung.

Hier der Beitrag als PDF-Datei.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2018-07_Fanfaren der Reit- und Schlepjagd

Der Hornbrief - Juni 2018 - Gewinnung von Jagdhornbläsern

Erfahrungsbericht von Martin Geyer

Zunehmende Vereinsmüdigkeit, keine Verpflichtungen eingehen wollen, ein überreiches Freizeitangebot. Alles Schlagworte und auch Probleme, mit denen wir uns als Vereine und Bläsergruppen konfrontiert sehen. Welche Bläsergruppe kann sich rühmen „aus dem Vollen zu schöpfen“ und das Problem zu viele Bläser zu haben (auch diese Fälle gibt es zum Beispiel mit der Bläsergruppe Harsewinkel, die über 70 Bläser verfügt, die dann in verschiedene Leistungsstufen aufgeteilt sind)? Diesen Situationen liegen dann zumeist „glückliche“ Konstellationen zugrunde, dass z.B. der Hornmeister Musiklehrer ist und seine Musikschüler begeistern kann. Exzellente Gruppen hingegen ziehen mit ihrem Ruf Bläser an, bei ihnen mitzumachen.

Die normale Feld-Wald-und-Wiesen-Bläsergruppe muss sich jedoch im Regelfall selbst darum bemühen, ihre Bläser zu bekommen – UND zu halten.

Vor diesem Hintergrund möchte ich im Folgenden einen Erfahrungsbericht vorlegen und Vorschläge machen, wie man herangehen kann, um den Fortbestand einer Bläsergruppe zu sichern.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2018-06_Gewinnung_von_Jagdhornblaesern

Der Hornbrief - Mai 2018 - Vita von Charles Tyndare Gruyer

2018 05 hornbrief tyndare0 Er war einer der großen Jagdhornkomponisten, Charles Tyndare Gruyer, oder auch oft Tyndare-Gruyere benannt. Einer der mit Herz und Seele für das Horn lebte und all sein Engagement darin setzte. Viele Stücke sind uns (Parforehorn-) Bläsern von ihm bekannt, wie z.B das "A Cheval", der "Le Grand Veneur" oder der "La mort de Roland". Tyndare war für seine Zeit maßgebend, war modern in seinem Stil und pflegte das weiche Blasen (was damals durchaus nicht gebräuchlich war). Herausgegeben hat er ein Lehrbuch "Trompe de Chasse, Théorie et Pratique" und seine "Methode complete de Trompe de Chasse", die ein anerkanntes und modernes Lehrwerk seiner Zeit war, ergänzt mit einem großen Fundus seiner Werke.
Dieser folgende Bericht wurde geschrieben von Jacques Poncet, einem Musikwissenschaftler und Sonneur (Trompe de Chasse-Bläser), freundlicherweise übersetzt und uns zur Verfügung gestellt von Peter Aumann, Quakenbrück, einem Mitglied der Stapelfelder Parforcehornbläser. 

Weiterlesen: Der Hornbrief 2018-05_Vita_Charles_Tyndare

Der Hornbrief - April 2018 - Hubertusmessen in B

Hubertusmessen werden von vielen Gruppen bestritten. Oft in Es, häufig aber auch - der Vielzahl an Gruppen geschuldet – natürlich in B. Welche Möglichkeiten bieten sich nun – muss es die allseits bekannte Neuhaus-Messe sein? Oder gibt es anspruchsvollere oder auch leichtere Alternativen dazu!
Vor allem sollte eine Messe dem Niveau der Gruppe angepasst sein!
Ich werde zunächst einen kurzen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Hubertusmessen allgemein geben, insbesondere wie sich diese im deutschsprachigen Raum etabliert haben.
Es folgt ein Überblick über die bekannten Hubertusmessen mit welcher Besetzung diese spielbar sind.

Weiterlesen: Der Hornbrief 2018-04_Hubertusmessen-in-B

TOP

Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie auf dieser Website surfen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Erfahren Sie mehr zum Thema Cookies und Datenschutz auf unserer Website unter "Datenschutz".