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Hornbrief 2019-01 Hubertusmessen für Jagdhörner in Es

2019 01 Hornbrief01

Vorwort

Nach dem Bericht über die Vorstellung von Hubertusmessen in B war es zu erwarten, dass Anfragen kommen, wie es denn mit den Es-Horn-Hubertusmessen ausschaut.

Und so gibt es natürlich dito eine Vielzahl von Hubertusmessen für Es-Hörner (bzw. D- = Trompe-Hörner).

Den Standard für uns deutschsprachige Gruppen setzte unser allseits bekannter Reinhold Stief mit „seiner“ Hubertusmesse. Stief bezeichnet seine Version im Vorwort als „entzickte“ Ausgabe der Stücke der französischen Hubertusmesse.

(siehe „Der Hornbrief - September 2017 - Die Hubertusmesse "von" Reinhold Stief, https://parforcehornmusik.de/index.php/hornbrief/134-der-hornbrief-2017-09-die-hubertusmesse-von-reinhold-stief).

Tatsächlich sind die Themen und Elemente – wie Stief in seiner Einführung zur Hubertusmesse einräumt – alle abgeleitet und übernommen aus den diversen Hubertusmessen von klassischen französischen Komponisten, wie Tellier, Normand, Thiberge, Cantin, Sombrun u.a.

Welche Möglichkeiten bieten sich nun für heutige Bläsergruppen – muss es die Stief-Messe sein? Oder gibt es anspruchsvollere aber auch leichtere Alternativen dazu!

Der geschichtliche Überblick der Entwicklung der Hubertusmessen war bereits in „Der Hornbrief - April 2018 - Hubertusmessen in B“ (https://parforcehornmusik.de/index.php/hornbrief/144-der-hornbrief-2018-04-hubertusmessen-in-b), deshalb möchte ich nicht weiter darauf eingehen.

Es folgt ein Überblick über die bekannten Es-Hubertusmessen mit welcher Besetzung diese spielbar sind.

Im nächsten Abschnitt werden dann die Messen im Detail vorgestellt, Stimmen, -Verteilung, Schwierigkeit, Knackpunkte, und wird der Versuch einer (immer subjektiven) Bewertung gemacht.

Inhalt

1 Vorwort 1

2 Eingrenzung/Herkunft/Quellen

2.1 Eingrenzung Hubertusmessen für Jagdhörner „in Es“

2.2 Herkunft von Hubertusmessen

2.3 Quellen für Hubertusmessen

2.4 Grundsätzliches zur Auswahl und zum Vortrag von Hubertusmessen

3 Hubertusmessen für Jagdhörner in Es

3.1 Überblick

3.2 Detaillierte Vorstellung

4 Resümee

4.1 Was ist die „richtige/echte“ Hubertusmesse?

 2      Eingrenzung/Herkunft/Quellen

 2.1    Eingrenzung Hubertusmessen für Jagdhörner „in Es“

Das Notenarchiv umfasst z. Zt. 90 „Messen“. Der Begriff „Messe“ steht hier als Sammelbegriff für Jägerandacht, Maiandacht, Jägermesse, Hubertusmesse, Missa da Caccia, Feierlicher Hörnerklang oder auch Totenmessen (für einen Jäger). Letztere sind ein Sonderfall, den ich hier nicht einbeziehen werde. Desgleichen werden hier nicht behandelt: Hubertusmessen für die Tonarten B „gemischt“, B-Parforce oder für reine Fürst-Pless-Horn-Besetzung, Messen für Waldhörner oder reine Ventilhörner.

Der kleinere Teil ist für Jagdhörner in B, die größere Hälfte dieser Messen für Es-Hörner geschrieben.

Dieser gliedert sich auf in Stücke für

  • gemischte Bläsergruppen in B,
  • teilweise für reine Fürst-Pless-Gruppen,
  • teils für reine B-Parforce-Gruppen

Manche Messen haben Besonderheiten bzw. eine genaue Regieanweisung:

  • Hubertusmesse mit Orgeleinsatz („Missa brevis..“ Pöschl)
  • Hubertusmesse mit Chor – gemeinsam im Stück, aber auch im Wechsel (z.B. Welsch, Erdinger Hubertusmesse, Zehetbauer, Fürst-Pless-Jagdmesse)
  • Hubertusmesse mit ergänzendem Ventilhorneinsatz (meist keine Bedingung) (z.B. „Neuhaus-Messe“)
  • Hubertusmesse mit großer Besetzung (7-stimmig, Kindberger Messe)

Teilweise lassen sich Hubertusmessen, die für bestimmte Besetzung geschrieben/gedacht sind, auch in anderer Besetzung blasen. Dies muss man im Einzelfall bewerten. So kann z.B. die Falkner- und Jägermesse von Joachim Kolberg sowohl mit Fürst-Pless-Hörnern, als auch mit reiner B-Parforce-Besetzung oder auch gemischt besetzt geblasen werden. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Grenze ist zumeist der bei Fürst-Pless-Hörnern beschränkte Tonumfang nach oben oder Stimmüberschneidungen zwischen Pless- und Parforce-Stimmen.

 2.2    Herkunft von Hubertusmessen

Hubertusmessen in Es entwickelten sich historisch in Frankreich, dem Herkunftsland des Jagdhorns.

Erst mit dem stärkeren Aufkommen von Es-Hörnern in Deutschland und Österreich begann man zunehmend auch Hubertusmessen zu veranstalten – zunächst meist traditionelle französische Stücke, oder die adaptierte Version von Reinhold Stief. Während in der Anfangszeit in Deutschland hauptsächlich die „Originale“ verändert wurden, wurden um 1980 zunehmend neue Hubertusmessen in Es komponiert.

Die Jagdhornmusik hat sich aber inzwischen auch weiterverbreitet in unsere Nachbarländer, und so gibt es inzwischen auch tschechische oder slowenische Messe-Kompositionen.

Häufig wurden Hubertusmessen vom Hornmeister einer Gruppe für einen bestimmten Zweck geschrieben, aus Anlass einer Einweihung, eines Jubiläums. Oft haben die Messen einen regionalen Bezug oder Bezug auf eine konkrete Kreis- (Jäger) Gruppe oder Bläsergruppe.

 2.3    Quellen für Hubertusmessen

Die Messen sind teilweise nicht direkt beziehbar. Manche Komponisten verkaufen ihre Werke im Eigenverlag, vor allem Pöschl, Welsch, Kolberg, Hayden oder Pfeifenberger (siehe Internet) (ggf. auch weitere).

Zu anderen kann ggf. der Kontakt hergestellt werden, bei Interesse bitte an mich wenden.

Die traditionellen französischen Messen sind zumeist frei erhältlich, bzw. über die Archive (siehe Hornbrief „Notenarchive“). Pöschl bietet mit dem Heft Nr. 4, „Jägermessen“ der Reihe „Neue österreichische Jagdmusik“ eine Sammlung an Messen an.

Das Notenarchiv (über http://noeljv.at/files/notenarchiv_uberarb.xlsx) ist hier eine erste Informationsquelle.

Welche weiteren Quellen?

 2.4    Grundsätzliches zur Auswahl und zum Vortrag von Hubertusmessen

Die Auswahl einer Hubertusmesse sollte vor allem nach dem Kriterium „Besser eine leichtere Messe nehmen und diese gekonnt vortragen als eine schwierige nehmen und diese nicht gut aufführen“ erfolgen. Man kann sich das Leben aber bei der Ausführung durchaus erleichtern:

Teilweise können z.B. komplette Stimmen (inbes. Stimmverdopplungen) weggelassen werden, es dürfen natürlich keine Pausen entstehen oder Akkorde unvollständig werden, so dass man eventuell auch eine Messe für 6 Parforce-Hörner mit kleinerer Besetzung blasen kann. Auch Soli müssen ggf. nicht geblasen werden oder sogar komplette Stücke können entfallen. Auch wäre es möglich, diese durch andere, der Gruppe geläufige Lieder zu ersetzen.

Hubertusmessen, bzw. alle Stücke haben bestimmte Anforderungen an die Ausführenden. Mal sind es das Tempo oder anspruchsvolle Läufe, die die Schwierigkeit ausmachen, ein anderes Mal die Höhe für manche Stimmen. Homophone und damit etwas einfachere Messen werden nur wirken, wenn Dynamikunterschiede ausgeprägt geblasen werden und die Intonation stimmt! Hier muss jede Gruppe bzw. der Hornmeister entscheiden, wo seine Gruppe ihre Stärken hat und entsprechend auswählen.

 3      Hubertusmessen für Jagdhörner in Es

 3.1    Überblick

Es sind (mir) 38 Hubertusmessen in Es (bzw. D) derzeit bekannt. Die Zahlen in Spalte „Es“ drücken die Anzahl an Stimmen aus mit denen die Stücke gesetzt sind. Neun Messen kann man am besten mit „klassisch französisch“ bezeichnen. Nicht aufgenommen sind hier so genannte Totenmessen, Maiandachten oder einzelne Stücke mit liturgischen Titeln.

Titel der Komposition

Komponist

Arrangeur

Besetzung

Anmerkung

Festliche Jägermesse in Es

Sollfelner Anton Othmar

 

4

mit und ohne Orgel

Gmünder Hubertusmesse

Seisenbacher Josef

 

4

 

Grande Messe de Saint Hubert

verschiedene franz. Komp.

Baumann
Hermann

4

Orgel  von Klaesener Wolfgang

Grande Messe de Saint Hubert

verschiedene franz. Komp.

Neuhaus
Hermann

4

 

Grande Messe de Saint Hubert

Cantin Jules

 

5

 

Grande Messe de Saint Hubert

Obry

Huber Richard

1

mit Orgel

Große Messe für Parforcehörner in Es

Stinnig Hans Peter

 

4

 

Hernsteiner Jägermesse

Hayden Johann

 

4

 

Hubertska mse Es dur

Vacek Petr +Selement Josef

4

mit Cz-Text

Hubertusmesse

div. franz. Komponisten

Stief Reinhold

4

 

Hubertus-Messe

Zilch Josef

 

4

mit Orgel

Hubertusmesse in Es

Maderthaner Hermann

 

4

 

Jagdhornmesse

Lechner Karl

 

4

 

Jagdhornmesse aus "Land i.G."

Angerer Paul

 

4

 

La Messe de Saint Hubert

Sombrun Alexis (Albert)

 

4

 

La Messe de St. Hubert

LaPorte Henri de

 

3

 

La Messe de St.Hubert

Gruyere Tyndare Charles

 

3 -4

 

Messe

Oudot Sylvain

 

4-5

mit Stopfen

Messe à St Eustache pour le Débuché de Paris de Sylvain OUDOT

Oudot Sylvain

 

4-5

mit Stopfen

Messe de Saint Hubert

Tellier N.

 

2

 

Messe de Saint Hubert

Heinrich Hubert

 

4

mit Stopfen

Messe de Saint Hubert a Notre Dame de Strasbourg

Teknia Hervé

 

1/3/4 mit Orgel

4 Einzelstücke

Messe de Saint-Hubert

Vannerom Franz

 

4

6 Stücke, Domine, Élévation, Introduction, Kyrie, Offertoire, Sortie de Messe

Messe de St. Hubert

Obry Hubert

 

2

 

Messe Solennelle de Dimitry Donders

Donders Dimitry

 

4-6

Stopfen

Messe St. Hubertus

versch.

Zusammeng.:Kolberg

3-5

 

Missa venatoribus

Hayden Johann

 

4

 

Musik zu St. Hubertus

Bartels + verschiedene

Arr.: Bartels Uwe

4-5

mit Orgel, Stopfen

Nibelungen Messe

Banco Gerhart

 

4

Nur Umschalthörner

NÖ Hubertus-Messe

Hayden Johann

 

4

 

Nordwaldmesse

Weissengruber Wolfgang

 

4

mit Gesang 3st.gem.

Schwarzwälder Alphornmesse

Deisenroth Friedrich

 

3

4Es Arr.Stättner

St.Eustachius Messe

Stiegler Karl

 

4

 

St.Eustachius Messe

Greisl Annerose

 

3-4

mit Stopfen

Messe de Saint-Hubert

Chalmel Gaston

 

4-5 (-10)

mit Stopfen

St.Hubertus Messe

Chalmel Gaston

Bartels Uwe

3-4

mit Stopfen

Wiener Neustädter Jägermesse

Hayden Johann

 

4-5

 

Wolferszeller Jägermesse

Biela Wilhelm

 

5-6

 

 3.2    Detaillierte Vorstellung

Im folgenden sind die oben gelisteten Hubertusmessen genauer beschrieben, mit ihren Besonderheiten, ihrem Stil und wo sie erhältlich sind (bei Interesse bitte anfragen, so dass ich evtl. Kontakt zum Autor herstellen bzw. Bezug der Messe ermöglichen kann. Die Bewertung der Schwierigkeit ist natürlich subjektiv von mir durchgeführt und resultiert aus den Anforderungen von Geschwindigkeit, Rhythmik, Interpretation, Tonfolgen und den eventuellen Stopftönen.

Titel:
Festliche Jägermesse in Es

Schwierigkeit:(1 bis 10) 7

 

Komponist:

Sollfelner Anton Othmar

Verlag/Werk:
nur „Loseblatt“

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten: mit Schalten/Stopfen in verschiedenen Stimmen

Stil/Bewertung/Wesentliches:
Gefällige, prächtige Messe, alle Stimmen gut im Einsatz. Stopfen/Schalten in 1, 2 und 3. Teils rhythmisch anspruchsvoll mit versetzten Einsätzen und schnellen Passagen. Orgel durchgehend im Einsatz

       

Titel:

Gmünder Hubertusmesse

Schwierigkeit:(1 bis 10) 4

 

Komponist:
Seisenbacher Josef

Verlag/Werk:

http://www.kkmusic.at“

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:
Horn 2 und 3 mit „h“.

Stil/Bewertung/Wesentliches:
Insgesamt leichtere Messe, gefällig. Meist einseitige kürzere Stücke. Zehn Stücke.

       

Titel:

Grande Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 4-8

 

Komponist:
verschiedene franz. Komp., Arrangement von Baumann Hermann

Verlag/Werk:

Kersken&Bruns

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:
Einige der Stücke werden (meist optional) durch die Orgel begleitet. Der Satz für Orgel ist relativ leicht spielbar. Manche Stücke sind für Solo- oder Duo-Horn mit Orgel geschrieben und sehr ansprechend. Viele Stücke sind polyphon geschrieben, Stopftöne kommen häufig vor.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Stücke unterschiedlicher Schwierigkeit von 4-8. Insgesamt eine etwas anspruchsvollere Hubertusmesse.

Orgelpart von Klaesener Wolfgang

       

Titel:

Grande Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 6

 

Komponist:
verschiedene franz. Komp., Arrangement von Hermann Neuhaus

Verlag/Werk:

http://www.notenverlag-hoeffner-neuhaus.eu

Besetzung:
4 Es B

 

Besonderheiten:
Nach der Hubertusmesse von Jules Cantin mit „Marche de Cerf“ von P. Lauge, „Kyrie“ von Rochard, „L‘ Angelus“ von Edmond Hamel

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Zumeist homophone Stücke, ähnlich der „Stief-Messe“. Gut spielbar.

       

Titel:

Grande Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 6

 

Komponist:
Jules Cantin

Verlag/Werk:

Alphons Leduc, Paris

Besetzung:
4 - 5 Es

 

Besonderheiten:

Gut spielbare Messe, 5. Stimme optional

Stil/Bewertung/Wesentliches:

 Zumeist homophone Stücke, ähnlich der „Stief-Messe“. Gut spielbar.

       

Titel:

Grande Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
Hubert Obry

Verlag/Werk:

Nouvelle méthode de trompe; Normand

Besetzung:
2 Es

 

Besonderheiten:

leicht spielbare Messe, 5 Stücke. Public Domain, enthalten in „Nouvelle méthode de

trompe“ - Normand

Stil/Bewertung/Wesentliches:

 Zumeist homophone Stücke, ähnlich der „Stief-Messe“. Gut spielbar. Die Urversion enthält klasssischerweise nur erste und zweite Stimme.

       

Titel:

Grande Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 6

 

Komponist:
Hubert Obry, Arr. Richard Huber

Verlag/Werk:

Eigenverlag Huber, Klangenfurt

Besetzung:
1 Solo-Es mit Orgel

 

Besonderheiten:

Nach der Originalmesse von Obry, ergänzt um den Orgelsatz.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

 Zumeist homophone Stücke, ähnlich der „Stief-Messe“. Gut spielbar. 

       

Titel:

Große Messe für Parforcehörner in Es

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
Hans Peter Stinnig

Verlag/Werk:

HPS-Edition

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Teils Wechsel in der Stimmführung, versetzte Einsätze, teils aber auch homophon. Meist 4/4 und ¾-Takte.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

 Acht Stücke. Sehr ansprechend, für viele Gruppen geeignet. 

       

Titel:

Hernsteiner Jägermesse

Schwierigkeit:(1 bis 10) 4

 

Komponist:
Johann Hayden

Verlag/Werk:

In „30 Jahre Jagdmusik“

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Neun, eher kurze, einfach gehaltene Stücke. Meist im 4/4-Takt, ohne schwierige Passagen, in gemäßigtem Tempo. Zumeist homophoner Spielverlauf.

Ansprechende Messe, für viele Bläsergruppen geeignet.

Erhältlich beim Österreichischen Jagd- und Fischerei-Verlag, Wien

       

Titel:

Hubertska mse Es dur

Schwierigkeit:(1 bis 10) 7

 

Komponist:
Vacek Petr +Selement Josef

Verlag/Werk:

Besetzung:
4 Es (Gesang optional)

 

Besonderheiten:

Alle Stücke können mit Gesangsstimme begleitet werden.

Nur blasbar mit Umschalthorn in erster/zweiter Stimme (v.a.Sanctus). Erste Stimme bis c3. Teilweise anspruchsvoller Basslauf (Agnus Dei)

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Sieben längere Stücke, abwechslungsreich schnell und langsam. Reichlich Stopftöne (v.a. a/h) in erster und zweiter Stimme (auch Bass). Guter Dynamikeinsatz.  

       

Titel:

Hubertumesse

Schwierigkeit:(1 bis 10) 4

 

Komponist:
Reinhold Stief

Verlag/Werk:

Hubertus-Produktion, Musikhandel

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Abwechslungsreiche Stücke, vom kräfigen „Einzug“, über besinnliche Stücke wie „Agnus Dei“, oder „Choral“.  Gute Wirkung mit dem Stück „Glocken“.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Acht Ansprechende Stücke, abgeleitet aus den klassischen Stücken der französischen Hubertusmessen. Ergänzt mit „Großer Gott“, „Kommt zum großen Abendmahle“ und „Nun danket all“.

       

Titel:

Hubertusmesse

Schwierigkeit:(1 bis 10) 8

 

Komponist:
Josef Zilch

Verlag/Werk:

k.o.m. bühnen- und musikverlag

Besetzung:
4 Es (nur) mit Orgel

 

Besonderheiten:

Feierliche Messe, Themen aus Jagdsignalen und -Musikstücken werden häufig verwendet. Hörner haben teils längere Pausen während des Orgelparts.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Mittel bis schwierige Stücke. Erstes Horn teils schwierige Läufe. Nur mit Orgel spielbar. Mit Stopftönen.

       

Titel:

Hubertusmesse in Es

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
Hermann Maderthaner

Verlag/Werk:

Eigenverlag

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Abwechslungsreiche Stücke in Dynamik und Rhythmik, nicht zu lange, meist im 4/4-Takt. Ansprechende Messe, zumeist homophon ausgeprägt, für die meisten Gruppen gut spielbar und dankbar vom Publikum aufgenommen. Sparsamer Einsatz von Stopftönen, zumeist in der dritten Stimme.

       

Titel:

Jagdhornmesse

Schwierigkeit:(1 bis 10) 4

 

Komponist:
Karl Lechner

Verlag/Werk:

Eigenverlag, Purgstall, NÖ

Besetzung:
4 (-5) Es

 

Besonderheiten:

Teilweise mehrfach jagdlich bekannte Themen verwendet, teilweise in Wiederholung. Viele Stücke nur mit Umschalthorn spielbar.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Acht Stücke meist im 6/8-Takt. Einfache Themen, homophon über die Stimmen gleich.

(Satz (2002) leider etwas schlecht lesbar, da teilweise bis 3 Stimmen in eine Zeile gesetzt)

       

Titel:

Jagdhornmesse aus dem "Land im Gebirge“

Schwierigkeit:(1 bis 10) 3

 

Komponist:
Paul Angerer

Verlag/Werk:

Koch Verlag (vergriffen)

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Introitus verwendet „Jagd anblasen“, in anderen Stücken sind Südtiroler Themen verwendet (Tanz aus Kastelruth, Der Glöggajodler, Springeser Schlachtlied). 5/8- und 6/8-Takte im Wechsel im Kyrie. Geschrieben für die Südtiroler Jagdhornbläser. Häufiger Einsatz in den Stimmen. Erste Stimme bis c3

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Sieben, teils längere und langsame Stücke. Rhythmisch einfach, gleich über alle Stimmen.

(Satz leider handschriftlich schlecht lesbar)

       

Titel:

La Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 4

 

Komponist:
Alexis Sombrun

Verlag/Werk:

Aus L`art de Sonner de la Trompe, Edition Musicales Alphonse Leduc (Reprint)

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Häufige Stopftöne in der dritten Stimme. Kyrie als Solo. Schönes Glockenläuten.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Sieben Stücke, mit schönem „Glockenläuten“. Festlich komponiert, einige Themen wurden bei Stief verwendet. Einige langsame und besinnliche Stücke (erfordern gute Intonation). Eher simplere Stücke

       

Titel:

La Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
Henri de LaPorte

Verlag/Werk:

Public Domain*

Besetzung:
3 Es

 

Besonderheiten:

Introit original von Stief als „Einzug“ übernommen. Kyrie als Solo. Offertoire entspricht bei Stief dem Gloria, das Domine dem Agnus Dei.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

4 Stücke (Introit, Kyrie, Offertoire, Domine). 

*aus dem „Manuel de Sonneur de Trompe“ von Henri de LaPorte

       

Titel:

La Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
Gruyere Tyndare Charles

Verlag/Werk:

In „Methode Complete“ Reprint vom Verlag Alphonse Leduc, Paris

Besetzung:
3 Es

 

Besonderheiten:

Prächtiger Introit, Glocken und Sortie. Langsame Stücke eher einfach.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Prächtige Messe mit sieben Stücken, mit viel Wechsel in Stil, Rhythmik und Tempo.

       

Titel:

La Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 8

 

Komponist:
Sylvain Oudot

Verlag/Werk:

Eigenverlag

Besetzung:
4-5 Es

 

Besonderheiten:

Häufiges Stopfen, erste bis dritte Stimme, teils chromatische Verläufe. Auch zweite und dritte Stimmen bis g2. Häufiger Wechsel der Führungsstimme.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Neun Stücke. Abwechslungsreich, prächtig und typisch chromatisch für Sylvain Oudut. Sehr gute Intonation verlangt und sichere Stopftechnik. Sichere Einsätze werden verlangt. Moderne und sehr ansprechende Themen eingesetzt. Sanctus sehr prächtig und harmonisch.

       

Titel:

Messe à St Eustache pour le Débuché de Paris

Schwierigkeit:(1 bis 10) 8

 

Komponist:
Sylvain Oudot

Verlag/Werk:

Eigenverlag

Besetzung:
4-5 Es

 

Besonderheiten:

Ave Maria als Solo-Horn mit Orgel gesetzt, mit Tonartwechsel (anspruchsvoll). Zweite Stimme bis c3 (Credo). Häufiges Stopfen, erste bis dritte Stimme, teils chromatische Verläufe.
Agnus Dei sehr prächtig gestaltet (empfehlenswert), Elegie in Es-Moll. Prächtiges, aber schwieriges Gloria.  

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Neun Stücke.  Viele chromatische Läufe mit häufigem Einsatz von Stopftechnik. Genaue Intonation erforderlich. Prächtige Messe, die aber auch ein „offenes“ Publikum erfordert.

       

Titel:

La Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 7

 

Komponist:
Heinrich Hubert

Verlag/Werk:

Montbel, Musique pour grands ensembles des trompes

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Lange Achtelläufe in allen Stimmen (Einzug). gestopfte Noten in Es1-3.  Die „Offrande“ ist ein Stück für einen guten Bass-Solisten (und Horn 1-3 als Begleitung), prächtig klingend. Der „Chant final“ ist sehr bekannt und hat große Wirkung, nicht nur für Hubertusmessen

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Neun Stücke, alle im 6/8-Takt (Teile in 4/4). Die Messe ist im Notenband (über 300 Seiten) von Heinrich Hubert (Musique pour grands ensembles des trompes) enthalten.

Schöne, prächtig klingende Stücke, die mit kräftigen Bläsern gut klingen.

       

Titel:

Messe de Saint Hubert a Notre Dame de Strasbourg

Schwierigkeit:(1 bis 10) 9

 

Komponist:
Hervé Teknia

Verlag/Werk:

Eigenverlag

Besetzung:
4 Es mit Orgel

 

Besonderheiten:

Drei Stücke sind für Solo-Horn mit Orgel geschrieben, drei für 4 Es mit Orgel. Stücke häufig in Moll gehalten.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Die (sechs) Stücke (vorwiegend 4/4-Takt) erfordern einen guten Organisten und einen guten Bläser der ersten Stimme. Viele chromatische Läufe mit häufigem Einsatz von Stopftechnik (Horn 1-3). Genaue Intonation erforderlich.

Die Noten sind im Internet frei erhältlich.

       

Titel:

La Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
Franz  Vannerom

Verlag/Werk:

Eigenverlag

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Sortie mit interessanten Wechselspiel zwischen Horn 1/2 und 3/4. Dritte Stimme teils bis g2. Schöne Glocken in der Élévation. Keine Stopftöne.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Sechs Stücke, mittellang bis kurz, überwiegend im 6/8-Takt. Themen aus bekannten Stücken werden teils verwendet. Dynamikwechsel in den Stücken wichtig.

       

Titel:

Messe de Saint Hubert

Schwierigkeit:(1 bis 10) 4

 

Komponist:
 Hubert Obry

Verlag/Werk:

PD, enthalten in Nouvelle méthode de trompe - Normand

Besetzung:
2 Es

 

Besonderheiten:

Der Bass ist nicht ausformuliert, ist aber erforderlich.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Fünf eher kurze Stücke, fast alle verwendet und bekannt aus der Stief-Messe.

Public Domain, enthalten in Nouvelle méthode de trompe – Normand über https://gallica.bnf.fr

       

Titel:

Messe Solennelle

Schwierigkeit:(1 bis 10) 6-8

 

Komponist:
Dimitry Donders

Verlag/Werk:

Eigenverlag

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Chant de Psaumes sehr einfühlsam, für gutes erstes Horn. Prächtiges Gloria, mit allerdings schwierigerem Mittelteil.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Zehn, teils längere Stücke, überwiegend 4/4- und 6/8-Takt.

Viele chromatische Läufe mit häufigem Einsatz von Stopftechnik (Horn 1-3). Genaue Intonation erforderlich, Stücke teilweise in Moll gehalten. Prächtige Stücke mit den Highlights Chant de Psaumes, Gloria.

       

Titel:

Messe St. Hubertus

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
Divers, Arrangement Joachim Kolberg

Verlag/Werk:

Joachim Kolberg

Besetzung:
3-5 Es

 

Besonderheiten:

Gut ausgewählte Stückezusammenstellung, teilweise „entschärft“ und damit gut blasbar. Keine Stopftöne.  

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Eine Zusammenstellung von acht (etwas kürzeren) Stücken von Tyndare, Meyer, Chalmel, Estival, Laugé.

Erhältlich über www.jagdhornmusik.de

       

Titel:

Missa Venatoribus

Schwierigkeit:(1 bis 10) 4-6

 

Komponist:
 Johann Hayden

Verlag/Werk:

Eigenverlag, Neue österr.Jagdmusik; Pöschl Band 4

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Sieben frische, mittellange, harmonische Stücke in versch. Taktarten. Homophon und ohne Stopftöne, gut blasbar und abwechslungsreich.

       

Titel:

Musik zu St. Hubertus

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5-8

 

Komponist:
 Bartels und weitere

Verlag/Werk:

LJV Schleswig-Holstein, Musik zu St. Hubertus

Besetzung:
4-5 Es

 

Besonderheiten:

Zwei Stücke mit Orgel.

Prächtige Einleitung mit dem (langen) Marche Solenelle von Chalmel, gut wirkend nur bei kräftigen Stimmen.

Kyrie von Oudot mit chromatischen Verläufen, Stopfen in 1. – 3. Stimme, mit Orgel ergänzt. Prächtiges „Les Adieux à L’Abbaye de Changé“ mit Orgelbegleitung.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Eine Zusammenstellung von neun Stücken von Tyndare, Cantin, Chalmel, Oudot, Poidevin, Dampierre, Satz/Arr. von Prof. Uwe Bartels. Einige Stücke mit Stopfstimmen.

Erhältlich über www.ljv-sh.de

       

Titel:

Nibelungen Messe

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
 Gerhart Banco

Verlag/Werk:

Eigenverlag

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Nur für Umschalthörner (d und h in 1./2./3. Stimme)

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Neun, mittellange Stücke, der Bläsergruppe Nibelungen gewidmet. Teilweise versetzte Einsätze. Einfache, aber ansprechende Melodieverläufe. Schönes Offertorium

       

Titel:

NÖ Hubertus-Messe

Schwierigkeit:(1 bis 10)  4

 

Komponist:
 Johann Hayden

Verlag/Werk:

Eigenverlag, Jagdmusik Band II

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Zehn eher kurze Stücke, meist im 4/4-Takt. Einfach und homophon gehalten, aber sehr ansprechend.

       

Titel:

Nordwaldmesse

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
 Wolfgang Weissengruber

Verlag/Werk:

Reischl GmbH, Musikverlag

Besetzung:
4 Es, teils mit Gesang

 

Besonderheiten:

4 Stücke sind (optional) mit Gesangsstimmen gesetzt

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Neun eher kurze und einfache Stücke. Homophon gesetzt und ohne Stopf-/Schalttöne. Ansprechende Messe

       

Titel:

Schwarzwälder Alphornmesse

Schwierigkeit:(1 bis 10) 4

 

Komponist:
 Friedrich Deisenroth

Verlag/Werk:

Eigenverlag Schwarzwälder Alphornbläser

Besetzung:
3 Es (bzw. Alphorn)

 

Besonderheiten:

Natur-B in der ersten Stimme („Nach der Wandlung“)

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Sieben eher einfache und kurze homophone Stücke.

       

Titel:

St. Eustachius-Messe

Schwierigkeit:(1 bis 10) 6

 

Komponist:
 Karl Stiegler

Verlag/Werk:

Wiener Horn Edition

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Neun sehr ansprechende, mittellange und harmonische Stücke. Dynamisch schön ausgearbeitet.

       

Titel:

St. Eustachius-Messe

Schwierigkeit:(1 bis 10) 6

 

Komponist:
 Annerose Greisl

Verlag/Werk:

Annerose-Greisl-Verlag

Besetzung:
4 (-5) Es

 

Besonderheiten:

St. Eustachius-Fanfare als prächtiges, effektvolles Schlussstück. Viele Stopf-Läufe über a und h (meist 3. Stimme, auch teilweise zweite Stimme mit Stopftönen)

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Sechs, teils längere Stücke. Schöne Bassläufe, häufige Stimmwechsel, sehr ansprechend gemacht.

       

Titel:

St. Hubertus-Messe

Schwierigkeit:(1 bis 10) 8

 

Komponist:
 Gaston Chalmel

Verlag/Werk:

Association Musique et Trompes (Debuché de Paris) (vergriffen)

Besetzung:
4 – 5 (teils 7) Es (10 Es im Notre Père)

 

Besonderheiten:

Teils solistische Passagen (Introit (Bass) Notre Père, Kyrie, Le Deux-Clochers (1. Stimme), 10 nacheinander einsetzende Hörner im Notre Père. Verwendung von Stopftönen (z.B. a und h, ges).
Besonders bekannt und prächtig der „Marche Solennelle“ und das „Les Chasses Eternelles“ (Sortie).

Originalhandschrift des Komponisten mit vielen Grafiken, Verzierungen und Kommentaren.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Elf, teils ruhige, teils prachtvolle, kraftstrotzende Stücke. Verlangt kräftige Stimmen und gute Piani!

       

Titel:

St. Hubertus-Messe

Schwierigkeit:(1 bis 10) 6

 

Komponist:
 Gaston Chalmel, Arrangement Uwe Bartels

Verlag/Werk:

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

March Solennelle als Anfang, Kyrie sehr ansprechend (aus Chalmel, Sous les voûtes du Cloitres), schöne „Glocken“, aber rhythmisch schwierig.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Entschärfte Version von Stücken der Messe von Chalmel für vier Hörner gesetzt

       

Titel:

Wiener Neustädter Jägermesse

Schwierigkeit:(1 bis 10) 6

 

Komponist:
Johann Hayden

Verlag/Werk:

Eigenverlag, Band „30 Jahre Jagdmusik“

Besetzung:
4 Es

 

Besonderheiten:

Abwechselnde Läufe im Bass. Schöne Stimmwechsel. Schöne versetzte Einsätze im Sanctus, lebhafter Benedictus.

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Zehn mittelange Stücke. Sehr ansprechende und harmonische Messe.

       

Titel:

Wolferszeller Jägermesse

Schwierigkeit:(1 bis 10) 5

 

Komponist:
 Wilhelm Biela

Verlag/Werk:

M&L Verlag

Besetzung:
5 Es

 

Besonderheiten:

Häufig versetzte Einsätze und Pausen in allen Stimmen (Zählarbeit!).

Stil/Bewertung/Wesentliches:

Acht mittellange Stücke, ansprechend, teils wiederholende Themen.

       

 4      Resümee

 4.1    Was ist die „richtige/echte“ Hubertusmesse?

Es gibt hier recht unterschiedliche Meinungen dazu.

Puristen würden eh nur die aus dem französischen Raum übernommenen Messen gelten lassen. Für B gibt es einige Adaptionen, die sich an diesen Ursprung anlehnen (z.B. die „Erdinger Hubertusmesse“ nach Michael Welsch). Aber es gibt eben auch viele Neukompositionen unterschiedlichster Art in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden, die sich auch an unterschiedlichen Jagdkulturkreisen orientieren - so wie viele der österreichischen Komponisten etwas Blasmusik-lastig sind (es sind wunderbare Hubertusmessen!!!).

Eine „echte“ Hubertusmesse in B kann es gar nicht geben, höchstens können als solche die Adaptionen, oder „frühen“ Hubertusmessen, die sich eben schon stärker verbreitet haben und deshalb als „Ursprung“ gelten.

Eine Hubertusmesse sollte sich zumindest an die Liturgie halten und die Abschnitte der Liturgie entsprechend abbilden. Ein kraftvolles Gloria, jubilierend, ein besinnliches „Gebet der Jäger“/Kyrie – orientieren kann man sich hier an den ursprünglichen Stücken der Trompe-de-Chasse-Messen.

Eine „richtige“ Hubertusmesse ist diejenige, die dies erfüllt und die vor allem zur Gruppe passt, insbesondere hinsichtlich der Schwierigkeit. Eine langsame Messe, korrekt geblasen, wird mehr Wirkung erzielen als die schnelle vor Fehlern strotzende. Eine einfache Messe, korrekt interpretiert, intoniert und abgestuft, wird das Publikum mehr in seinen Bann ziehen als gleich schnelle einheitlich in Metzo-Forte vorgetragene Stücke einer schwierigeren Messe.

Holen Sie sich fachkundige Hilfe für die Auswahl, das kann viel Arbeit und Misserfolg ersparen.

Martin Geyer

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