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Der Hornbrief Oktober 2020 - Komponistenportrait Die "Angerer"

Gleich vorab zur Aufklärung: es gibt mehrere in der "Szene" bekannte Personen mit dem Namen "Angerer", jedoch sind diese (meines Wissens) nicht näher verwandt. Es gibt also nicht die Komponistenfamilie "Angerer".

hjangererHans-Jörg Angerer

Er ist der Chefdirigent der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg. Hansjörg Angerer wurde 1955 in Rattenberg/ Tirol geboren. Sein Hornstudium absolvierte er in Innsbruck bei Erich Giuliani und am Mozarteum in Salzburg bei Josef Mayr und Michael Höltzel. Es folgten Repertoire-Studien bei Hermann Baumann und Dirigieren bei Edgar Seipenbusch.

1976 bis 1981 war Hansjörg Angerer Hornist im Innsbrucker Symphonieorchester, anschließend übernahm er Hornklassen an den Konservatorien Tirol und Vorarlberg. Seit 1988 ist er Universitätsprofessor für Horn an der Universität Mozarteum Salzburg und im Jahr 2000 (bis 2019) erhielt er ebenfalls eine Berufung an die Hochschule für Musik Nürnberg.
Hansjörg Angerer gastierte in verschiedenen Orchestern (u. a. Wiener Philharmoniker und Camerata Salzburg), ist als Solist und Kammermusiker auf dem Ventilhorn und dem Naturhorn zu hören und konzertiert mit in- und ausländischen Orchestern und Ensembles. Zudem wirkte er als Solist und Referent bei den internationalen Hornsymposien in Wien, München, Detmold und Lahti, beim Internationalen Meisterkurs „March music days“ in Rousse/Bulgarien sowie bei der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg mit.

Eine Reihe zeitgenössischer Komponisten wie Paul Angerer, Eduard Demetz, Helmut Eder, Paul Engel, Paul Walter Fürst, Fritz Köll, Ernst Ludwig Leitner, Bernhard Krol, Hermann Regner, Werner Pirchner und Kurt Schwertsik haben für den Hornisten komponiert. Hansjörg Angerer hat solistisch auf dem Ventilhorn und auf dem historischen Naturhorn (u. a. die Weltersteinspielung der Konzerte für Naturhorn und Orchester von J. Punto und A. Rosetti) sowie mit Hornensemble zahlreiche CDs bei Koch Classic/Schwann eingespielt. (http://www.blaeserphilharmonie-mozarteum.at/index.php?id=16)

HJ Angerer leitet(e?) eine Parforcehorngruppe seiner Studenten auf verschiedenen Konzerten. Er war eine Zeitlang im Parforcehorn-Laienbereich in Bayern aktiv mit Seminaren und Schulungen. Es gibt verschiedene Kompositionen gehobener Schwierigkeit von ihm für Es-Parforce, die durch die freie Verwendung des offenen Tones "a" herausstechen und "modern" anmuten.

Hans-Jörg Angerer komponierte Stücke für Parforcehorn in Es wie die "Jürgen Vocke Jagdfanfare" oder "Hannes Regitz Fanfare".

pangererPaul Angerer

(*16.5.1927, + 26.7.2017)
Paul Angerer studierte an der Wiener Musikschule Klavier, Orgel, Geige und Viola. Nachdem er 1948 beim Genfer Musikwettbewerb eine Medaille gewonnen hatte, trat er eine Stelle beim Orchestre de la Suisse Romande  an. Von 1953 bis 1956 war er Solobratschist der Wiener Symphoniker. Nach dem Gewinn des ersten Preises für eine Orgelkomposition auf dem internationalen Musikwettbewerb in Haarlem (NL) war er bis 1962 Chefdirigent des Wiener Kammerorchesters sowie des Wiener Burgtheaters.

Zwischen 1964 und 1982 war Angerer Chefdirigent oder Direktor der Opernhäuser von Bonn und Ulm sowie von 1968 bis 1972 Opernchef des Salzburger Landestheaters. Von 1971 bis 1981 leitete er das Westdeutsche Kammerorchester und ab 1982 das Concilium Musicum in Wien. Mit diesen Orchestern machte er eine Vielzahl hoch geschätzter Aufnahmen. 1982 wurde er Professor an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst, wo er bis zu seiner Pensionierung 1992 blieb.

Angerers Kompositionsstil wurde von Paul Hindemithbeeinflusst. (https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Angerer)

Von Paul Angerer sind (mir) ca. 20 Kompositionen bekannt, meist in seinem Heft "Born for Horn" (Koch Musikverlage), wie z.B. "Jagdhornmesse "Land im Gebirge" oder "Luis Durnwalder Fanfare" oder eine 'Quadrille "La Piramide" nach Mozart'.

dangerer

Dieter Angerer

(*6.4.1952) Dieter Angerer studierte nach Beendigung der Pflichtschule an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien im Hauptfach Horn bei Friedrich Gabler. 1976 schloss Angerer das Studium mit Auszeichnung ab, wofür ihm der staatliche Würdigungspreis vom Bundesministerium für Kunst und Wissenschaft durch Hertha Firnberg verliehen wurde. 1974 trat Angerer in den Dienst des Bühnenorchester der Wiener Staatsoper als Hornist ein. Er ist außerdem Mitglied der Stadtmusik Wien, sowie des Wiener Waldhornvereines. Auch war er als Musikpädagoge im SOS-Kinderdorf und in der Musikschule Gaaden-Wienerwald tätig. Als ehemaliger Kapellmeister der Blasmusiken in Rohrau, Markgraf-Neusiedel und St. Georg Kagran hatte er von 2009 bis 2011 die musikalische Leitung des Wiener Waldhornvereines über. 2012 wurde er zum Präsidenten des Wiener Waldhornvereines gewählt.

Seine Werke umfassen Stücke für Wiener- Hörner, Alp- und Naturhorn. Stücke für Flöte und Klavier; Flöte, Violine und Klavier; Flöte und Gitarre; sowie für Fagottensemble ergänzen sein Schaffen. Er schuf Arrangements für das Bläserquartett der Stadtmusik Wien und Orchesterbearbeitungen (https://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Angerer).

Für uns schuf er für für Parforce Es spielbare, gehobene Literatur wie "Präludio da caccia" oder "Perchtholdsdorfer Burg-Fanfare". Die Stücke können unter https://dieterangerer.musicaneo.com/de/ bezogen werden.

Martin Geyer

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