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2019 03 KlangkulturHornbrief März 2019 - Gedanken zur Klangkultur

Klangkultur - ein heiß diskutiertes Thema unter Musikern! So auch in der Jagdhornmusikszene durch die Einführung des Bewertungskriteriums „Klangkultur“ bei Wettbewerben durch den Deutschen Jagdverband. So wichtig diese Einführung ist, so schwammig ist der Begriff als solcher geblieben und jeder versteht etwas anderes darunter.

(hier der Hornbrief als PDF: Hornbrief März 2019 - Gedanken zur Klangkultur)

Inhalt

1       Vorwort

2       Definition der Klangkultur.

2.1        Definitionen der Klangkultur in der Literatur.

2.2        Definition Klangkultur beim Deutschen Jagdverband.

2.3        Diskussion und Erläuterung der Elemente der Klangkultur.

2.3.1         Tongebung.

2.3.2         Kondition.

2.3.3         Klare Tongebung ohne Nebengeräusche in allen Lautstärkegraden.

2.3.4         Musikalische Gestaltung insgesamt

2.3.5         Klangfülle.

3       Zusammensetzung der Klangkultur.

4       Klangkultur in der Praxis.

5       Klangkultur in der Jagdhornbläsergruppe.

6       Resümee.

1      Vorwort

Bei der Beschäftigung mit der Klangkultur bekommt man eine Vorstellung, was gemeint sein soll – zumindest bekommt man eine „eigene“ Vorstellung davon. Ich bitte deshalb meinen Beitrag als Erklärungsversuch und –alternative zu sehen – und nicht als „Weisheit letzter Schluss“.
Letztendlich ist es egal, ob man z.B. Interpretation unter „Notengerecht“ oder „Klangkultur“ einreiht, solange man diese beachtet und in seine Aufführung einfließen lässt.

Wenn man die Definitionen von Klangkultur quer liest, geht es um Begriffe wie „schöner Klang“, „der Musik den richtigen Ausdruck zu geben“, „authentisch und lebendig“.

Ziegenrücker definiert in seinem Standardwerk „ABC Musik Allgemeine Musiklehre“ (Seite 12) den Begriff „Klang“ zunächst: „…im Gegensatz zum ‚reinen‘  Ton [als] die hörbare Summe von Grund- und Obertönen.“ [Anm.: damit O-Töne hörbar sind, muss die Intonation passen]. Schon der Klang ist bei unseren Jagdhörnern von vielen Faktoren abhängig.

Als nächste „Stufe“ ist Klangfarbe folgendermaßen definiert (Ziegenrücker, 12f): „Anzahl und Stärke der mitschwingenden Obertöne sind bei jedem Instrument … unterschiedlich  und bilden das typische Klangspektrum. Sie bestimmen entscheidend die Klangfarben, die …“ vom Instrument abhängen. Alles ziemlich verwirrend, doch die Zusammenhänge sollten später anhand einer Grafik besser klar werden.

2      Definition der Klangkultur

2.1    Definitionen der Klangkultur in der Literatur

Beim Begriff „Klangkultur“ wird es noch unübersichtlicher.

Der Begriff wird von vielen Unternehmen der Audio-Branche verwendet, dabei wird aber am ehesten für eine hohe technische Qualität bei Aufnahmen geworben. Dies wollen wir hier nicht weiter verfolgen.

Orchester werben für sich mit dem Begriff „Klangkultur“ (https://www.wiener-staatsoper.at/die-staatsoper/aktuelles/detail/news/90-jahre-wiener-klangkultur/), z.B. der „golden-satte Wiener Klang“ der Wiener Staatsoper. Andere Orchester werben mit Klangkultur in Bezug auf die zu spielende Musik (was ein ganzes Genre umfassen kann (z.B. Walzer) oder als Ausdruck der musikalischen Interpretation eines Stückes (also stückebezogen).

2.2    Definition Klangkultur beim Deutschen Jagdverband

Während dies bisher keine Definitionen waren, versucht der DJV in seinen Bewertungskriterien für Jagdhornbläserwettbewerbe Hilfen zu geben. Die Kategorien werden dabei getrennt in:

  • Gesamteindruck
    Dieser umfasst alle nichtmusikalischen Elemente, wie Einheitlichkeit, Synchronität usf.
    Der Gesamteindruck hat nur eine geringe Gewichtung!
  • Tonreinheit
    Diese umfasst vor allem die Sauberkeit jedes einzelnen Tons.
  • Klangkultur
  • Notengerechter Vortrag
    Dieser meint vor allem das Beachten der Noten und Rhythmik.

In seinen „Richtlinien…Es-Horn-Blasen“ (DJV, DJV-Wertung Es-Horn 1.1.2011) führt der DJV dabei für die Klangkultur auf:
„Bewertet werden die charakteristischen Klangqualitäten (Klangeigenschaften) des Parforcehornes in Es:

  • Tongebung
    Angestrebt wird ein besonderer Parforcehornton, der sich von dem des Konzertwaldhorns unterscheidet. Er soll
    • im Forte kräftig und obertonreich sein, kann auch etwas rauh klingen, im Piano dagegen zart und weich ansprechen (vgl. auch “Glockentöne“).
    • Kein Wiener- (Konzert-) Waldhorn Stil (zart, weich) sein,
    • Kein Trompe-Stil (klirrender, vibrierender Ton) sein.

 

  • Kondition
  • Klare Tongebung in allen Lautstärkegraden (ohne Nebengeräusche in allen Lautstärkegraden)
  • Musikalische Gestaltung insgesamt
  • Klangfülle“

(etwas verwirrend ist die Es-Wertungsordnung dann, wenn der Begriff „Klangfülle“ im dazugehörigen Vortrag „DJV Es-Horn 1.1.2011“  bei der Tonreinheit aufgeführt wird)

All diese Begriffe stehen nicht für sich jeweils alleine, sondern bedingen einander. So ist „Klare Tongebung“ nicht ohne „Kondition“ möglich, ist „Tongebung“ und „Musikalische Gestaltung“ eng verbunden mit der „Interpretation“. Dies soll uns aber nicht abhalten für die einzelnen Punkte Erklärungsversuche und Hilfen zu geben.

2.3    Diskussion und Erläuterung der Elemente der Klangkultur

Bei einzelnen Begriffen mag man hier eine Vorstellung haben wie es gemeint sei, manche sind nur schwerer zu interpretieren.

Ich will hier im Folgenden meine Vorstellung der Begrifflichkeiten darlegen.

2.3.1    Tongebung

Die Erläuterungen des DJV sprechen hier von „Er soll…“ (der Parforcehorntorn)

  • „im Forte kräftig und obertonreich (sein), kann auch etwas rauh klingen, im Piano dagegen zart und weich ansprechen (vgl. auch “Glockentöne“).
  • Kein Wiener- (Konzert-) Waldhorn-Stil (zart, weich) sein,
  • Kein Trompe-Stil (klirrender, vibrierender Ton) sein.“

So kann man sich schon etwas darunter vorstellen. Es werden hier die Extreme genannt, von denen sich die „deutsche Jagdmusik“ hörbar abgrenzen soll. Es ist also weder der Trompe-Stil erwünscht mit seinen klirrendem Ton, seinem starken Tonhöhenvibrato, noch der weiche Ansatz einesWiener-Waldhorns erwünscht. Dies ist am ehesten gekennzeichnet durch ein fehlendes Piquet am Tonanfang, der Waldhornton entwickelt sich quasi erst, während bei der deutschen Klangkultur ein deutlicher, lauterer Tonanfang gewünscht wird.
Wesentlich ist, dass die Tongebung dem interpretierten Stück gerecht wird; so gibt es nicht die eine richtige Tongebung, sondern eine Spanne, die von „Waldhorn-nah“ bis „Trompe-nah“, von Piano bis Fortissimo, je nach interpretiertem Stück reicht! Hier wird von Bewertungsrichtern heutzutage eine größere Range an Stilen zugelassen.

2.3.2    Kondition

Bei Kondition denkt man an Kraft, Stärke, „forte“. Sollen alle Töne etwa laut klingen?
Der Begriff Kondition für das Jagdhornblasen erklärt sich erst, wenn man die Definition von Reinhold Stief kennt: So führt er aus: „Hört man Konditionsprobleme oder erscheint das Spiel ‚spielerisch‘ – man soll nicht hören, dass das Spiel anstrengt“. Jeder kennt dies aus eigener Probenerfahrung. Wie klingt das gleiche Stück nach einem guten Einblasen – und nach 1,5 h intensiven „Ausblasens“…Töne gelingen nicht mehr so gut, „forte“ und Höhe wird durch Pressen erreicht, ein leichter Ansatz der Töne will nicht mehr gelingen, die Trefferquote sinkt…

2.3.3    Klare Tongebung ohne Nebengeräusche in allen Lautstärkegraden

Wer kennt nicht die Nebengeräusche bei Jagdhornanfängern! Ein Fauchen, Röcheln, Krächzen, oft herrührend von schlechter Intonation. Aber auch wenn die Intonation korrekt ist, kann es durch falschen Ansatz zu Nebengeräuschen kommen.
Wenn man sich auf lautstärkebedingte Nebengeräusche konzentriert, dann sind dies bei lauten Tönen z.B. scharfe, trompe-artige Töne, im Piano eher inkonstante, flatternde Töne, die eventuell sogar abbrechen. Der Bläser kann - meistens mangels „Kondition“ (schon wieder eine Abhängigkeit) - den Ton nicht sauber halten.

2.3.4    Musikalische Gestaltung insgesamt

Dieser Begriff ist für mich in der Wertungsordnung (an dieser Stelle) am diffusesten. Was soll hier anderes, noch nicht erwähntes, gemeint sein. Am ehesten ist man verleitet, sich hier die Interpretation der Stücke vorzustellen. Diese ist aber als „Stiltreue des Stückes, Interpretation“ unter der Kategorie „Notengerechter Vortrag“ gelistet. Ist es vielleicht das Blasen von Piani und Forti? Nein, auch dieses ist ja schon als „Dynamik und Umfang der Dynamik“ unter „Notengerechter Vortrag“ erfasst.

Die Musiktheorie erwähnt neben der Tonbildung, der Dynamik und Rhythmik als musikalisch gestaltende Elemente noch die Agogik (Lehre von der individuellen Gestaltung des Tempos beim musikalischen Vortrag). Meiner Erfahrung nach müssen wir uns hier jedoch vor allem bei Wettbewerben mit ihrer Anwendung sehr zurückhalten – widerspricht sie doch dem „Notengerechten Vortrag“ der uns an bestimmte Tempi bindet und leider nur wenige Freiheiten gestattet. Wikipedia führt zur Agogik aus: „Die Änderungen liegen außerhalb der mechanischen Tempowerte (Metronom) und sind Bestandteil der musikalischen Interpretation durch den Dirigenten oder Solisten. Dies betrifft vor allem feinste Temponuancierungen innerhalb musikalischer Phrasen bei melodischen oder harmonischen Höhepunkten, die den Vortrag ausdrucksvoll gliedern und beleben. So können große Intervallsprünge ein wenig mehr Zeit benötigen als kleinere Schritte, und harmonische Vorhalte oder der erste Ton einer Zweier-Bindung werden oft ein wenig gedehnt.“

Als Beispiel der Agogik ist hier typisch das Vorziehen und Längen des zweiten Notenwertes im Walzer.

Die künstlerisch bedingten Tempoveränderungen können dann noch einhergehen mit den Änderungen der Dynamik. So werden häufig Höhepunkte einer Phrase etwas lauter gespielt. Manch Komponist gibt dies extra an, manchmal fällt es aber in den Bereich der (eigenen) musikalischen Gestaltung.

2.3.5    Klangfülle

Der Vortrag des DJV (DJV Es-Horn 1.1.2011.ppt) führt beim Begriff „Klangfülle“ noch (in Klammern gesetzt) an: „(entsprechend der Gruppengröße)“. Dies deutet darauf hin, dass hier die Klangfülle gesehen wird als „chorischer Klang“, also das Zusammenwirken vieler Bläser. Diese Klangfülle wird also größer, je mehr Bläser zusammenwirken.
Dies ist zwar richtig, aber noch nicht hinreichend. Denn Klangfülle drückt meines Erachtens auch aus, wie ein einzelner Ton gestaltet wird: voll, kräftig oder dünn, hohl!

Zum einen wird die Klangfülle immer wieder bei der Beschreibung einzelner Instrumente genutzt: „Die Klangfülle und feine Ausdruckskraft des großen, über fünf Oktaven reichenden Instruments eignet sich gleichermaßen für rhythmische wie für polyphone Klanggebilde“ oder
„Entsprechend bietet das Pigalle Cembalo eine ungewohnte Klangfülle, die dabei die filigranen Klangnuancen unterstreicht“.

Aber die Klangfülle kann auch auf den einzelnen Ton „angewandt“ werden!
Die Phonetik hilft uns hier zum Verständnis etwas weiter: das Universallexikon beschreibt nämlich die Sonorität (und davon haben wir eine schon bessere Vorstellung) als „Klangfülle eines Lautes, Grad der Stimmhaftigkeit.“. Und die Phonetik definiert den Vokal „a“ als den mit der größten Klangfülle (also sonor). Dies können wir auch gedanklich gut übertragen auf unsere Tonbildung: genau die mit im Mundraum geformten Vokal „a“ intonierten Töne klingen „voll“ und „sonor“.

Im größeren Sinne lässt sich das dann auch übertragen auf die „Raumfülle“, wie es Helmut Schmidt in seinem Schalltechnischen Taschenbuch: „Schwingungskompendium“ ausführt: „Die Klangfülle, auch Raumfülle oder Volumen genannt, ist die Anpassung des Klangbildes an die Art und Größe des Raumes z.B. hinsichtlich Lautstärke, Ausgewogenheit der Frequenzen und räumlichen Diffusität“.

Besser verständlich: in Kirchen ist unser Klang besser (und voller) als in engen, isolierten Probenräumen. Hier endet aber unser persönlicher Einfluss darauf.

3      Zusammensetzung der Klangkultur

In welchem Zusammenhang stehen nun diese einzelnen Elemente. Dies soll durch die folgende Grafik (Grafik: Martin Geyer) veranschaulicht werden:

2019 03 Klangkultur

Der Ton auf einem Instrument setzt sich zusammen aus dem Grundton, aus mehr oder weniger vielen Obertönen und Geräuschen. Die unterschiedliche Zusammensetzung dieser Teilbereiche ergibt die typische Klangfarbe eines einzelnen Instrumentes.

Die Klangfarbe des Instruments, das Können des Instrumentalisten (Ansatz, Kondition, Tongebung, Atmung, Stütze) und die Qualität und Ausprägung des Instruments (die Qualität des Instrumentes spielt dabei auch eine entscheidende Rolle, da sie durch Mundstück, Instrument und deren Qualität den Klang beeinflusst) ergeben gemeinsam die Tonkultur.  

Die Klangfarbe aller gleichzeitig erklingenden Instrumente ergibt den Gesamtklang und wird bestimmt von der Tonkultur jedes einzelnen Bläsers. Je einheitlicher die Tonkulturen aller gemeinsam erklingenden Bläser sind, desto besser wird die Klangkultur.

Die Klangkultur umfasst damit:

  • die Ausprägung und Ausgestaltung jedes einzelnen Tones.
  • die „Passung“ des Tones zur Situation im Stück.
  • die nicht (musikalisch) notierten Hinweise zur Interpretation eines Musikstückes (-tones).

Die Klangkultur ist nicht:

  • Falsche Noten, falsche Dynamik (ist Bestandteil der Notengerechtheit)
  • Intonation (=> Tonreinheit)
  • Rhythmik, Tempo (=> Notengerechtheit)
  • Stimmenausgleich (=>Tonreinheit)

Die Abgrenzung zu Interpretation und Stilistik sind dabei fließend. Diese sind zwar in „Tonreinheit“ miterfasst, fließen jedoch in die Klangkultur mit ein.

4      Klangkultur in der Praxis.

Was bedeutet das für  den einzelnen Ton?

  • Es gibt nicht den einen richtig geblasenen Ton (im Sinne der Klangkultur) – der Ton muss situativ angepasst werden!
    • Gemäß der Stimme (1., 2. …Bass)
    • Gemäß des Stückes (Marsch, Fanfare, Choral, …)
    • Gemäß der Situation im Stück (Achtellauf, Staccato, Marcato, Solo,…)

Die erste Stimme sollte führend sein und damit herauszuhören – Sie hat (in der Regel) die Melodie! Während gemeinhin eine Verteilung der vier Stimmen zu gleichen Teilen propagiert wird, also jede mit 25 % Lautstärke, sollte man eine Verteilung 40-20-20-20 anstreben. In der Regel wird dies de facto auch so durchgeführt (weil die Bläser der ersten Stimme oft auch kräftiger im Klang sind).

Für Fanfaren sind z.B. typisch die gebundenen 8tel-Läufe, nicht abgehackt (Hühnergegacker)

Ein Choral ist weich zu interpretieren.

Auch ein Staccato ist nicht abgehackt, sondern ein kurzer Glockenton!

Beispiele für Ton- bzw. Klangkulturbewertungen

  • Das Quartett verfügt über einen chorigen, tragenden Klangkörper während des ganzen Vortrages
  • Ihr entlockt euren Hörnern einen warmen, vollen und runden Klang.
  • Die 1. Stimme erklingt kultiviert und fein, die 2., 3., 4. Stimme erhaben und warm. Der Chorklang schwingt in einer glanzvollen Resonanz.
  • Sehr schöner, smarter Klang von allen Bläsern, sehr schöner Chorklang
  • ein strahlender und klangvoller Chorklang

(hier ist schön herauszuhören, dass nicht alle Hörner/Stimmen den gleichen Klang haben sollen oder müssen. So kann eine Melodiestimme oder ein Solist durchaus kräftiger, vielleicht etwas schärfer anblasen, dass er deutlich herauszuhören ist!)

Auch hier gibt es schon wieder Überschneidungen mit den anderen Bewertungskriterien.

5      Klangkultur in der Jagdhornbläsergruppe

Wie kann man nun herangehen, die Klangkultur in der eigenen Gruppe zu verbessern?

Hierzu muss man an allen Bereichen ansetzen:

Technische Voraussetzungen bei Bläsern und Instrumenten schaffen

  • Die Instrumente müssen klanglich geeignet und ähnlich sein. (nicht der eine Bläser mit Quasi-Trompe-Parforce mit scharfem Mundstück, der andere Posaunenklang mit Posaunenmundstück….)

Können des einzelnen Bläsers verbessern

  • Technische Voraussetzungen: jedem Bläser muss beigebracht werden, laut und leise zu blasen, den Ton markant zu beginnen, nicht nachzudrücken, …Blasen von gebundenen Tönen
  • Kondition!

Klangkultur in der Gruppe umsetzen

  • Die gewünschte Ausprägung der Klangkultur/Tonkultur im aktuellen Stück/Teil muss vom Hornmeister der Gruppe klar gemacht werden. Alle Bläser müssen die gleiche Klangkultur umsetzen, nicht der eine „Rauh und harzig“, der andere waldhornmäßig.…und
  • (immer wieder) auf deren Umsetzung gedrängt werden
  • Auf den Stimmenausgleich achten
  • Innerhalb von Stücken müssen die Töne so umgesetzt werden, wie sie gemäß der Interpretation sein sollen. Jeder einzelne Ton muss beachtet werden!
  • Klangfülle muss von allen Bläsern kommen, nicht von einzelnen. => grundsätzlich muss ein fff nicht nur gleichmäßig von allen Bläsern kommen, sondern vor allem auch LAUT, mächtig!
  • Stimmenausgleich: erste Stimme hörbar, strahlend. Bässe satt, dritte Stimmen unterstützend…

6      Resümee

Die Klangkultur ist die Voraussetzung für die Interpretation von Stücken (siehe Hornbrief https://www.parforcehornmusik.de/index.php/hornbrief/139-der-hornbrief-2018-02-gedanken-zur-interpretation)

Das Wissen (und das Können) um die technische Ausführung des gewollten Tones ist die eine notwendige Seite der Klangkultur. Die andere ist dann das Ermitteln, wie das aktuelle Stück richtig interpretiert wird – also auf was NEBEN den gesetzten Noten und musikalischen Hinweisen geachtet werden muss. Dies zu ermitteln und auszugestalten sowie der Gruppe nahe- und beizubringen ist die Aufgabe des Hornmeisters.

Und auf der anderen Seite plädiere ich für Offenheit von Richtern und Publikum bei der Bewertung von Stücken.

Sehen Sie diese Gedanken als Anregungen an!

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