La Grande Fanfare von Paul Laugé

Die Noten stammen aus A. Sombrun "L´Art de Sonner de la Trompe" Alphonse Leduc Paris. Ein PDF ist am Ende des Artikles als Attachment eingestellt.

Ich möchte an dieser Stelle die "Grande Fanfare" von Paul Laugé vorstellen.
Die Franzosen benutzen den Ausdruch "Grande" immer dann, wenn etwas besonder bedeutend, wichtig und wegweisend ist. Es hat dann majästetischen und definierenden Charakter. Vergleiche den Begriff "La Grande Nation" für die prägende Epoche unter Napoleon Bonaparte.

Die Stellen, die meiner Meinung nach französisch interpretiert werden sollen möchte ich dabei herausarbeiten.

Ich möchte aber vorab gerne zwei Dinge klarstellen.

1) Man kann die Fanfare sicherlich besser in blastechnischer Hinsicht präsentieren- ich bin beileibe kein Profi.

2) Die Interpretation entspricht meinen Vorstellungen. Es handelt sich nur um einen Vorschlag meinerseits wie man die Dinge gestalten kann. Ich bin jederzeit offen für jede andere Vorstellung und lasse sie gerne in diesen Artikel einfliessen.

 

Einleitung:

Die Einleitung des Stückes  kann notengerecht wiedergegeben werden. Es hat allerdings den royalen, majestischen Charakter, der in dem Titel des Stückes verlangt ist.  Die 1/16 sind  zackig zu blasen, die verlängerte Halbe lange genug auszuhalten. Das Sechzehntel in Takt 5 auf 6 wird nicht als Auftakt geblasen sondern als Impuls von dem aus sich die Kadenz der Triolen aus ergiesst.

Am Schluss Rallentando, die Fermate wird im der Dynamik gehalten. Das Tempo "Presto" ist m.E. etwas sehr schnell gewählt.

Allegro:

Hier fällt auf, dass die Tayauts eindeutig notiert sind.

Mein Vorschlag wäre, sie als zwei Achtel mit der Betonung auf das erste Achtel zu spielen (wie unten im Takt 6)

So sieht aber unsere musikalische Spielwiese aus, man darf frei wählen, alle Figuren sind autentisch und französischen Trompeschulen entnommen.

Eine interessante Variante wäre eine Steigerung der Überhöhung des Tones sukkzessive vom ersten bis zum dritten Tayaut (Sekunde-Terz-Quart) . Das Tayaut am Ende, vor dem Solo versuche ich trillerartig auszuführen.

Die Dynamik fällt vom ff auf mf

Solo:

Solo im f  wird Rezitativartig vorgetragen

Tutti:

Tutti ist die Antwort. Hier ist das Louré notiert und gewollt

Radouci/Solo:

Solo im Piano. Hier darf gerne ein Rubato gespielt werden. Diese gefühlsstarke und leise  Wiedergabe wied als Radouci bezeichnet

Allegretto:

Hier sind auch heftige Dynamikunterschiede zu beachten. Sie ergeben allerdings auch durch den Einsatz der Hörner 2-4. Am Ende, beim Rallentando konnte ich nicht der Versuchung widerstehen, ein paar Nachschläge einzubauen. Das soll etwas spielerisch klingen, die Interpretation soll ja auch Spass machen.

"Honi soit qui mal y pense" Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt

 

Fanfare Vif:

Hier ist Veneriecharakter gefragt daher die Bezeichnung FANFARE !!!

Erreicht wird das durch Roulés mit wechselnder 1-2 auf 2-3 Betonung

und am Ende mit notierten Tayauts. Schlussfermate wieder ohne Dynamikverlust.

Und -endlich im Internet gefunden- wie es tatsächlich  auf der Trompe

geblasen wird

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